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Wie viel verdient ein Apotheker?

Kurz vor sechs, die Schlange reicht bis zur Tür. Ein Rezept ist unleserlich, ein Medikament nicht lieferbar, und du telefonierst mit der Hausarztpraxis nach einer Alternative. Ob du das angestellt tust oder als Inhaber, macht beim Einkommen einen großen Unterschied.

100 = Vollzeit
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brutto im Monat bei Vollzeit, zum Einordnen
€

Mittleres Monatsbrutto

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    Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Stichtag 31.12.2025, sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte), veröffentlicht Juli 2026. Werte und Quellen

    Der Tarif für öffentliche Apotheken

    Für angestellte Apotheker in öffentlichen Apotheken gilt der Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft ADEXA und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken. Er hängt allein von den Berufsjahren ab. Nordrhein und Sachsen haben eigene Tarife, alle anderen Kammerbezirke nutzen diese Tabelle.

    Approbierte Apotheker, Vollzeit 39 Stunden, gültig 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2026
    BerufsjahrMonatsgehalt
    1. Berufsjahr4.166 €
    2. bis 5. Berufsjahr4.236 €
    6. bis 10. Berufsjahr4.528 €
    ab 11. Berufsjahr4.922 €

    Notdienste werden extra bezahlt, je Einsatz und nach Uhrzeit gestaffelt. Filialleiter verhandeln meist einen Zuschlag. Im praktischen Jahr nach dem Studium bekommst du als Pharmazeut im Praktikum 1.133 € im Monat.

    Was der Entgeltatlas zeigt

    Die Bundesagentur zählt alle angestellten Apotheker und Pharmazeuten, auch die in Krankenhäusern und in der Industrie. Ihr Median lag Ende 2025 bei 5.404 € im Monat, die mittlere Hälfte bei 4.443 € bis 6.376 €. Männer kamen auf 5.902 €, Frauen auf 5.215 €. Der Abstand zum Tarif erklärt sich vor allem durch die besser zahlende Industrie.

    Apotheker und Pharmazeuten, Vollzeit, Monatsbrutto, Stichtag 31.12.2025
    BundeslandMedianmittlere Hälfte
    Rheinland-Pfalz5.691 €4.501 € bis 7.651 €
    Berlin5.615 €4.782 € bis 6.854 €
    Baden-Württemberg5.538 €4.347 € bis 6.562 €
    Hessen5.512 €4.686 € bis 6.730 €
    Bayern5.426 €4.467 € bis 6.305 €
    Schleswig-Holstein5.426 €4.588 € bis 6.598 €
    Hamburg5.413 €4.694 € bis 6.211 €
    Niedersachsen5.353 €4.356 € bis 6.231 €
    Nordrhein-Westfalen5.338 €4.232 € bis 6.285 €
    Sachsen4.940 €4.202 € bis 5.782 €

    Die eigene Apotheke

    Eine durchschnittliche Apotheke setzte 2025 netto 4 Millionen Euro um. Davon blieben laut Apothekenwirtschaftsbericht 4,2 Prozent als Betriebsergebnis, also rund 168.000 € im Jahr. Das ist der Betrag vor Einkommensteuer, Altersvorsorge und Investitionen.

    Der Schnitt verdeckt große Unterschiede. 33 Prozent der Apotheken lagen unter 100.000 Euro, manche machten Verlust. Die Zahl der Apotheken sank im ersten Quartal 2026 auf 16.541.

    Zum Vergleich: PTA

    Pharmazeutisch-technische Assistenten arbeiten Seite an Seite mit dir, verdienen aber deutlich weniger. Ihr Median im Entgeltatlas lag bei 3.316 €.

    PTA nach ADEXA/ADA-Tarif 2026, Vollzeit
    BerufsjahrMonatsgehalt
    1. bis 2. Berufsjahr2.646 €
    3. bis 5. Berufsjahr2.717 €
    6. bis 8. Berufsjahr2.922 €
    9. bis 14. Berufsjahr3.146 €
    ab 15. Berufsjahr3.267 €

    Häufige Fragen

    Wie viel verdient ein Apotheker im Monat?

    Nach dem Tarif von ADEXA und ADA verdient ein angestellter Apotheker 2026 im ersten Berufsjahr 4.166 € brutto im Monat, ab dem elften Jahr 4.922 €. Der Median aller angestellten Apotheker lag Ende 2025 bei 5.404 €.

    Wie viel verdient ein Apotheker mit eigener Apotheke?

    Eine durchschnittliche Apotheke erzielte 2025 laut Apothekenwirtschaftsbericht ein Betriebsergebnis von rund 168.000 € vor Steuern und Altersvorsorge. Ein Drittel der Apotheken lag unter 100.000 Euro.

    Wie viel verdient ein Pharmazeut im Praktikum?

    Pharmazeuten im Praktikum bekommen in öffentlichen Apotheken nach dem Tarif von ADEXA und ADA 2026 eine Ausbildungsvergütung von 1.133 € im Monat.

    Wie viel verdient ein Apotheker netto?

    Wie viel ein angestellter Apotheker netto bekommt, hängt von Steuerklasse und Kirchensteuer ab. Apotheker zahlen ihre Rentenbeiträge meist an das berufsständische Versorgungswerk statt an die Rentenversicherung, die Höhe des Beitrags ist ähnlich.