A 12 oder A 13: Das Land entscheidet
Gymnasiallehrer sind überall in A 13 eingestuft. Bei Grundschullehrkräften gehen die Länder auseinander: Die meisten zahlen inzwischen ebenfalls A 13 oder stellen schrittweise um. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten Grundschullehrer zuletzt noch in A 12. Frag im Zweifel beim Kultusministerium deines Landes nach dem aktuellen Stand.
Auch die Beträge selbst unterscheiden sich, weil jedes Land seine eigene Besoldungstabelle hat. Die Stufe, in der du startest, ist ebenfalls Landessache. In Berlin beginnst du in Stufe 1, in Nordrhein-Westfalen mit A 13 in Stufe 5.
| Land | A 12 Einstieg | A 13 Einstieg | A 13 Endstufe | Endstufe nach |
|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 4.505 € | 5.221 € | 6.381 € | 24 Jahren |
| Bayern | 4.527 € | 5.248 € | 6.168 € | 21 Jahren |
| Baden-Württemberg | 4.654 € | 5.332 € | 6.535 € | 20 Jahren |
| Niedersachsen | 4.425 € | 4.937 € | 6.323 € | 26 Jahren |
| Berlin | 4.331 € | 5.061 € | 6.489 € | 23 Jahren |
Bayern zahlt als einziges der fünf Länder eine prozentuale Sonderzahlung: 65 Prozent des Dezember-Grundgehalts ab A 12, darunter 70 Prozent. Niedersachsen und Berlin zahlen einen festen Betrag, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zahlen keine gesonderte Sonderzahlung.
Verbeamtet oder angestellt
Wer nicht verbeamtet wird, etwa wegen des Alters oder als Quereinsteiger, bekommt den Tarifvertrag der Länder, kurz TV-L. Dort landen Gymnasiallehrer meist in E 13, Grundschullehrer je nach Land und Abschluss in E 11 oder E 12. E 13 beginnt 2026 bei 4.759 € und endet nach 15 Jahren bei 6.765 €. Dazu kommt eine Jahressonderzahlung von 46,47 Prozent eines Monatsgehalts.
Brutto liegen beide Wege nah beieinander. Netto nicht. Angestellte zahlen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, Beamte nur Steuern und ihre private Krankenversicherung. Dafür bekommen Beamte später eine Pension statt einer Rente.
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit erfasst nur angestellte Lehrkräfte. Ihr Median lag 2025 bei 5.190 € an Grundschulen und 5.702 € an weiterführenden Schulen, private Schulen eingeschlossen.
Wie schnell das Gehalt steigt
Beamte rücken nach Erfahrungszeiten in die nächste Stufe: am Anfang alle zwei Jahre, später alle drei, zum Schluss alle vier. Mit A 13 dauert es in Nordrhein-Westfalen 24 Jahre bis zur Endstufe, in Bayern 21. Zeiten vor der Verbeamtung, etwa als angestellte Lehrkraft, kann das Land anrechnen.
Im Referendariat gibt es noch kein Grundgehalt, sondern Anwärterbezüge. Sie liegen deutlich unter dem späteren Einstieg.
Was 2026 und 2027 noch kommt
- Nordrhein-Westfalen: Anpassungsgesetz 2026 bis 2028 im Landtag (Stand September 2026). Ab 1. März 2027 gibt es mit A 13 zum Einstieg 5.326 €.
- Bayern: Erhöhung um 2,82 % zum 1. Oktober 2026 und um 2,0 % zum 1. September 2027 laut Gesetzentwurf. Ab 1. Oktober 2026 gibt es mit A 13 zum Einstieg 5.396 €.
- Baden-Württemberg: Gesetzentwurf, Auszahlung als Abschlag seit August 2026. Ab 1. März 2027 gibt es mit A 13 zum Einstieg 5.439 €.
- Niedersachsen: Gesetz seit Juni 2026 verkündet; Schritte für 2027 und 2028 noch offen.
- Berlin: Gesetz seit Juni 2026 verkündet, einschließlich der Erhöhung zum 1. März 2027. Ab 1. März 2027 gibt es mit A 13 zum Einstieg 5.162 €.
Angestellte Lehrkräfte bekommen ab 1. März 2027 zwei Prozent mehr, das ist im Tarifvertrag schon vereinbart. E 13 startet dann bei 4.855 €.