Angestellt in Klinik oder Beratungsstelle
Der Entgeltatlas erfasst nur Angestellte. Ihr Median lag Ende 2025 bei 4.861 € im Monat bei Vollzeit, die mittlere Hälfte bei 3.462 € bis 6.197 €. Es sind nur gut 3.400 Menschen, die meisten Psychotherapeuten arbeiten selbstständig. Für einzelne Länder reichen die Fälle nur in Nordrhein-Westfalen, dort waren es 4.641 €.
In kommunalen Kliniken gilt der TVöD. Approbierte Psychotherapeuten sind dort in Entgeltgruppe E 14 eingruppiert.
| Stufe | Monat | Jahr ohne Sonderzahlung |
|---|---|---|
| Stufe 1 | 5.298 € | 63.579 € |
| Stufe 2 | 5.643 € | 67.720 € |
| Stufe 3 | 6.094 € | 73.128 € |
| Stufe 4 | 6.594 € | 79.129 € |
| Stufe 5 | 7.152 € | 85.819 € |
| Stufe 6 | 7.552 € | 90.621 € |
Die eigene Praxis
Das Statistische Bundesamt hat die Finanzen psychotherapeutischer Praxen für 2023 erhoben. Eine Praxis nahm im Schnitt 121.000 € ein. Die Aufwendungen lagen bei 35.000 € im Jahr. Es blieb ein Reinertrag von 86.000 € im Jahr, rund 7.167 € im Monat. In der Praxis arbeiteten im Schnitt 1,7 Personen.
Der Reinertrag ist kein Gehalt. Davon zahlst du Einkommensteuer, Krankenversicherung und das Versorgungswerk. Und er hängt stark an der Zahl der Sitzungen, denn jede Stunde Therapie machst du selbst.
Der lange Weg zur Approbation
Seit der Reform führt ein eigener Master zur Approbation, danach folgt eine mehrjährige Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten. In dieser Zeit bist du angestellt und wirst bezahlt, in Kliniken nach Tarif. Früher arbeiteten viele in der Ausbildung für wenig Geld, das gilt nur noch für die letzten Jahrgänge nach altem Recht.