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Wie viel verdient ein Soldat bei der Bundeswehr?

Sechs Uhr, Antreten auf dem Kasernenhof, der Atem dampft in der kalten Luft. Neben den Zeitsoldaten stehen seit diesem Jahr wieder mehr Freiwillige in der Reihe. Was sie am Monatsende bekommen, regelt die Besoldung des Bundes, und die richtet sich nach dem Dienstgrad.

Berufsfeuerwehren gehören zur Stadt, besoldet wird nach Landesrecht
Einsatzdienst
im Monat, laut Berufungsvereinbarung
€
allgemeiner Vollzugsdienst: Einstieg je nach Land in A 6 oder A 7
hängt von der Tätigkeit ab, steht im Arbeitsvertrag
Entgeltgruppe
Entgeltgruppe
Jahre im Beruf, bei Professoren seit der Berufung
Jahre
100 = Vollzeit
%

Monatsbrutto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Besoldung: Bund ab 1. Mai 2026, NRW ab 1. April 2026, Bayern ab 1. Februar 2025; TVöD ab 1. Mai 2026. Stand September 2026. Werte und Quellen

    Der neue Wehrdienst seit 2026

    Seit Januar 2026 gilt das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes. Der Dienst ist weiter freiwillig und dauert sechs bis elf Monate. Die Bundeswehr nennt für Freiwillige etwa 2.600 Euro brutto im Monat, wer sich für mindestens zwölf Monate als Soldat auf Zeit verpflichtet, startet mit rund 2.700 Euro.

    Die Unterkunft in der Kaserne ist frei, das Essen kostet wenig, Krankenkassenbeiträge fallen weg, weil die Truppenärzte zuständig sind. Wer zwölf Monate oder länger dient, bekommt bis zu 3.500 Euro für den Pkw-Führerschein und bis zu 5.000 Euro für den Lkw-Führerschein.

    Vom Gefreiten bis zum Oberst

    Zeitsoldaten und Berufssoldaten werden wie Bundesbeamte besoldet. Mannschaften liegen in A 3 bis A 5, Unteroffiziere in A 5 bis A 9, Offiziere ab A 9. Innerhalb der Gruppe steigt der Sold mit den Dienstjahren: zuerst nach zwei, dann nach drei, zuletzt nach vier Jahren je Stufe.

    Grundgehalt Bund im Monat, ohne Familienzuschlag und Zulagen, gültig ab 1. Mai 2026
    DienstgradGruppeStufe 1Endstufe
    GefreiterA 32.866 €3.226 €
    ObergefreiterA 42.922 €3.344 €
    UnteroffizierA 52.942 €3.451 €
    FeldwebelA 73.138 €3.901 €
    HauptfeldwebelA 83.307 €4.217 €
    LeutnantA 93.552 €4.535 €
    OberleutnantA 103.786 €5.055 €
    HauptmannA 114.296 €5.612 €
    MajorA 135.343 €6.806 €
    OberstleutnantA 145.489 €7.383 €
    OberstA 167.323 €9.230 €

    Bis zur Endstufe vergehen 23 Jahre. Offiziere durchlaufen vorher meist ein Studium an einer Universität der Bundeswehr und sind in dieser Zeit schon bezahlt.

    Zulagen und was vom Brutto bleibt

    Zum Grundgehalt kommen je nach Verwendung Stellenzulagen, etwa für Feldjäger, Kampfschwimmer oder fliegendes Personal. Im Auslandseinsatz zahlt der Bund einen steuerfreien Zuschlag je Tag. Soldaten zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, netto bleibt deshalb mehr als bei Angestellten mit gleichem Brutto. Zeitsoldaten werden nach dem Dienst in der Rentenversicherung nachversichert.

    Was sich noch ändern kann

    Bund: Abschlag von 2,8 % seit Mai 2026, das Bundesalimentationsgesetz ist noch nicht beschlossen. Der Entwurf sieht eine neue Tabelle vor, in der die erste Stufe wegfällt und der Einstieg höher liegt. Bis dahin zahlt der Bund die Beträge oben.

    Häufige Fragen

    Wie viel verdient man im neuen Wehrdienst?

    Freiwillig Wehrdienstleistende bekommen laut Bundeswehr etwa 2.600 Euro brutto im Monat. Unterkunft in der Kaserne und truppenärztliche Versorgung sind frei. Wer sich mindestens zwölf Monate verpflichtet, startet als Soldat auf Zeit mit rund 2.700 Euro.

    Wie viel verdient ein Feldwebel?

    Ein Feldwebel der Bundeswehr ist in A 7 eingestuft und bekommt 2026 in der ersten Stufe 3.138 € Grundgehalt im Monat. In der Endstufe sind es 3.901 €, Familienzuschlag und Zulagen kommen dazu.

    Wie viel verdient ein Hauptmann bei der Bundeswehr?

    Ein Hauptmann ist in A 11 oder A 12 eingestuft. In A 11 beginnt das Grundgehalt 2026 bei 4.296 € im Monat, die Endstufe von A 12 liegt bei 6.157 €.

    Zahlen Soldaten Sozialversicherung?

    Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, und die Truppenärzte ersetzen die Krankenkasse. Vom Sold gehen deshalb vor allem Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag ab. Zeitsoldaten werden nach dem Dienst in der Rentenversicherung nachversichert.