Der neue Wehrdienst seit 2026
Seit Januar 2026 gilt das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes. Der Dienst ist weiter freiwillig und dauert sechs bis elf Monate. Die Bundeswehr nennt für Freiwillige etwa 2.600 Euro brutto im Monat, wer sich für mindestens zwölf Monate als Soldat auf Zeit verpflichtet, startet mit rund 2.700 Euro.
Die Unterkunft in der Kaserne ist frei, das Essen kostet wenig, Krankenkassenbeiträge fallen weg, weil die Truppenärzte zuständig sind. Wer zwölf Monate oder länger dient, bekommt bis zu 3.500 Euro für den Pkw-Führerschein und bis zu 5.000 Euro für den Lkw-Führerschein.
Vom Gefreiten bis zum Oberst
Zeitsoldaten und Berufssoldaten werden wie Bundesbeamte besoldet. Mannschaften liegen in A 3 bis A 5, Unteroffiziere in A 5 bis A 9, Offiziere ab A 9. Innerhalb der Gruppe steigt der Sold mit den Dienstjahren: zuerst nach zwei, dann nach drei, zuletzt nach vier Jahren je Stufe.
| Dienstgrad | Gruppe | Stufe 1 | Endstufe |
|---|---|---|---|
| Gefreiter | A 3 | 2.866 € | 3.226 € |
| Obergefreiter | A 4 | 2.922 € | 3.344 € |
| Unteroffizier | A 5 | 2.942 € | 3.451 € |
| Feldwebel | A 7 | 3.138 € | 3.901 € |
| Hauptfeldwebel | A 8 | 3.307 € | 4.217 € |
| Leutnant | A 9 | 3.552 € | 4.535 € |
| Oberleutnant | A 10 | 3.786 € | 5.055 € |
| Hauptmann | A 11 | 4.296 € | 5.612 € |
| Major | A 13 | 5.343 € | 6.806 € |
| Oberstleutnant | A 14 | 5.489 € | 7.383 € |
| Oberst | A 16 | 7.323 € | 9.230 € |
Bis zur Endstufe vergehen 23 Jahre. Offiziere durchlaufen vorher meist ein Studium an einer Universität der Bundeswehr und sind in dieser Zeit schon bezahlt.
Zulagen und was vom Brutto bleibt
Zum Grundgehalt kommen je nach Verwendung Stellenzulagen, etwa für Feldjäger, Kampfschwimmer oder fliegendes Personal. Im Auslandseinsatz zahlt der Bund einen steuerfreien Zuschlag je Tag. Soldaten zahlen keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, netto bleibt deshalb mehr als bei Angestellten mit gleichem Brutto. Zeitsoldaten werden nach dem Dienst in der Rentenversicherung nachversichert.
Was sich noch ändern kann
Bund: Abschlag von 2,8 % seit Mai 2026, das Bundesalimentationsgesetz ist noch nicht beschlossen. Der Entwurf sieht eine neue Tabelle vor, in der die erste Stufe wegfällt und der Einstieg höher liegt. Bis dahin zahlt der Bund die Beträge oben.