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Wie viel Rendite bringt eine Anleihe?

In der Depot-App findest du eine Bundesanleihe mit 0,5 Prozent Kupon. Das klingt nach nichts. Daneben steht ein Kurs von 91,40 und eine Rendite von über zwei Prozent, und du fragst dich, wie das zusammenpasst.

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Anleihe-Rendite

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Kupon, Kurs und Rückzahlung

    Eine Anleihe zahlt jedes Jahr einen festen Zins auf den Nennwert, den Kupon. Am Ende bekommst du den Nennwert zurück, also 100 Prozent. Dazwischen schwankt der Kurs: Steigen die Zinsen am Markt, fällt der Kurs alter Anleihen mit niedrigem Kupon, bis ihre Rendite wieder zu den neuen passt.

    Im Beispiel zahlst du 91,40 Euro für 100 Euro Nennwert. Vier Jahre lang gibt es je 50 Cent Zinsen, am Ende kommen die vollen 100 Euro zurück, ohne dass du noch etwas tun musst. Die 8,60 Euro Kursgewinn machen den größten Teil der Rendite aus. Das hat einen Vorteil bei der Steuer: Der Kursgewinn wird erst am Ende fällig.

    Was der Rechner vereinfacht

    Er geht von einem Kupon im Jahr aus und rechnet ohne Stückzinsen und Ordergebühren. Bei kleinen Beträgen fressen Gebühren schnell einen Teil der Rendite. Die Rendite gilt außerdem nur, wenn du bis zum Ende hältst und der Schuldner zahlt. Bei Bund und Ländern gilt das als sicher, bei Unternehmen hängt es von deren Bonität ab.

    Willst du Geld nur parken, vergleich mit dem Zins auf dem Tagesgeld, das du jederzeit abziehen kannst.

    Häufige Fragen

    Wie viel Zinsen bekommt man auf Staatsanleihen?

    Das ändert sich täglich mit dem Kurs. Die aktuellen Renditen von Bundesanleihen veröffentlicht die Finanzagentur des Bundes, die von US-Staatsanleihen das US-Finanzministerium. Für eine bestimmte Anleihe rechnest du die Rendite mit Kupon, Kurs und Restlaufzeit oben selbst aus.

    Warum ist die Rendite anders als der Kupon?

    Der Kupon bezieht sich auf den Nennwert von 100 Prozent. Kaufst du unter 100, bekommst du am Ende mehr zurück, als du bezahlt hast, und die Rendite liegt über dem Kupon. Kaufst du über 100, liegt sie darunter.

    Kann man mit Staatsanleihen Geld verlieren?

    Hältst du eine Bundesanleihe bis zum Ende, bekommst du den Nennwert zurück. Verkaufst du vorher, kann der Kurs gefallen sein, etwa weil die Zinsen gestiegen sind. Bei Anleihen in Dollar kommt das Währungsrisiko dazu.

    Wie werden Anleihezinsen versteuert?

    Kupons und Kursgewinne sind Kapitalerträge. Über dem Sparer-Pauschbetrag fällt Abgeltungsteuer an, die Bank zieht sie direkt ab.