Preise nach der Gebührenordnung
Ärzte und Radiologen rechnen mit Selbstzahlern nach der Gebührenordnung für Ärzte ab, der GOÄ. Jede Untersuchung hat Punkte. Ein Punkt ist 5,82873 Cent wert. Beim MRT als technischer Leistung darf die Praxis das 1,0- bis 2,5-fache verlangen. Üblich ist der 1,8-fache Satz, darüber braucht es eine Begründung auf der Rechnung.
| Region (GOÄ) | Punkte | 1,8-fach | 2,5-fach |
|---|---|---|---|
| Kopf (5700) | 4.400 | 461,64 € | 641,16 € |
| Wirbelsäule (5705) | 4.200 | 440,65 € | 612,02 € |
| Brustkorb (5715) | 4.300 | 451,14 € | 626,59 € |
| Bauch und Becken (5720) | 4.400 | 461,64 € | 641,16 € |
| Brust (5721) | 4.000 | 419,67 € | 582,87 € |
| Knie, Schulter oder anderes Gelenk (5729) | 2.400 | 251,80 € | 349,72 € |
| Arm oder Bein mit zwei großen Gelenken (5730) | 4.000 | 419,67 € | 582,87 € |
Werden zwei Regionen in einer Sitzung untersucht, etwa Hals- und Lendenwirbelsäule, gilt ein Höchstwert von 6.000 Punkten, zum Regelsatz 629,50 €. Zuschläge für Spulenwechsel oder Computeranalyse darf die Praxis nur zum einfachen Satz berechnen.
Was dazukommen kann
Mit Kontrastmittel berechnet die Praxis eine ergänzende Serie und die Injektion, das Mittel selbst als Auslage. Dazu kommen oft eine Beratung und eine kurze Untersuchung zum 2,3-fachen Satz. Frag vor dem Termin, zu welchem Faktor die Praxis abrechnet und ob Kontrastmittel geplant ist.
Kasse, privat, Selbstzahler
Mit Überweisung zahlt die gesetzliche Kasse das MRT vollständig. Wer privat zahlt, um schneller dranzukommen, bekommt nichts zurück. Privat Versicherte reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein, die meist bis zum Höchstsatz erstattet.
Frag bei langer Wartezeit zuerst bei der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116117 nach. Mit Überweisung und Dringlichkeitscode vermittelt sie Termine bei Fachärzten, in der Regel innerhalb von vier Wochen.