Der Eingriff nach der Gebührenordnung
Bei der Vasektomie durchtrennt der Urologe beide Samenleiter im Hodensack und verschließt die Enden, meist unter örtlicher Betäubung in einer Viertelstunde bis halben Stunde. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte. Der Eingriff selbst steht dort unter Nummer 1756 mit 832 Punkten, zum Regelsatz 111,54 €.
| Leistung | GOÄ | 2,3-fach |
|---|---|---|
| Unterbindung beider Samenleiter | 1756 | 111,54 € |
| Betäubung | 491 | 16,22 € |
| zwei eingehende Beratungen | 3 | 40,22 € |
| Zuschlag ambulante OP, 1,0-fach | 444 | 75,77 € |
| zwei Spermiogramme, 1,15-fach | 3668 | 53,62 € |
Zusammen sind das zum Regelsatz rund 297 €. Ultraschall, Gewebeuntersuchung der entfernten Stücke oder eine Narkose statt örtlicher Betäubung kommen gegebenenfalls dazu.
Pauschalen in der Praxis
Viele Urologen nennen für die Vasektomie einen Festpreis. Das Vasektomiezentrum Nordwest verlangt 420 € mit Eingriff, Betäubung und den Spermaproben danach, die Gewebeuntersuchung kostet extra. Die Urologie Singen-Hegau nimmt 570 € mit Erstgespräch, Ultraschall und zwei Spermiogrammen. Frag bei jeder Pauschale, was drinsteckt.
Kasse und Verhütung danach
Die gesetzliche Kasse zahlt die Vasektomie nur aus medizinischen Gründen, als Verhütung ist sie Privatleistung. Private Versicherungen erstatten je nach Tarif. Nach dem Eingriff sind noch Samenzellen in den Samenwegen. Erst wenn die Spermiogramme keine beweglichen Samenzellen mehr zeigen, gibt der Urologe grünes Licht, bis dahin braucht ihr eine andere Verhütung.