Selten, dafür viel
Rasen braucht im Sommer rund 10 bis 20 Liter Wasser je Quadratmeter und Woche, Regen mitgezählt. Bei Hitze steigt der Bedarf stark: Die Deutsche Rasengesellschaft nennt für 25 bis 30 Grad eine Verdunstung von 3 bis 5 Litern je Quadratmeter am Tag. Gieß deshalb ein- bis zweimal pro Woche so viel, dass der Boden 10 bis 15 Zentimeter tief feucht wird. Tägliches Nieseln hält die Wurzeln flach, und der Rasen verdurstet beim ersten heißen Wochenende.
Ob genug angekommen ist, zeigt eine leere Thunfischdose auf dem Rasen. Steht das Wasser darin 15 Millimeter hoch, hat die Fläche 15 Liter je Quadratmeter bekommen.
Wie viel aus dem Schlauch kommt
Ein halbzölliger Gartenschlauch am Hausanschluss liefert grob 15 Liter pro Minute, ein Kreisregner mit feinen Düsen deutlich weniger. Miss es einmal: Halte den Schlauch in einen Zehn-Liter-Eimer und stopp die Zeit. Braucht er 40 Sekunden, sind es 15 Liter pro Minute.
Ein Viereckregner verteilt das Wasser auf seine Fläche, der Schlauch nicht. Für die Minuten im Rechner zählt aber nur, wie viel insgesamt herauskommt.
Was das Wasser kostet
Im Bundesschnitt kostet ein Kubikmeter Trinkwasser 2,06 Euro, dazu kommen 2,62 Euro Abwassergebühr, obwohl das Gießwasser gar nicht in den Kanal fließt. Mit einem geeichten Gartenwasserzähler sparst du diese Gebühr. Viele Gemeinden verlangen dafür eine Anmeldung und eine kleine Jahresgebühr, das lohnt sich meist ab einem großen Garten.
Regenwasser aus der Tonne kostet nichts. Eine 300-Liter-Tonne reicht allerdings nur für 20 Quadratmeter bei einer Gabe.