Megabit und Megabyte
Internetanbieter werben in Megabit pro Sekunde, Dateien sind in Megabyte angegeben. Ein Byte hat 8 Bit. Teil die Mbit durch 8, dann hast du die Megabyte pro Sekunde. Aus 100 Mbit werden so 12,5 MB pro Sekunde, aus 1.000 Mbit 125 MB.
Ganz erreicht ein Download das nie. Jedes Datenpaket trägt Adressen und Prüfsummen mit, dazu kommen Verschlüsselung und Bestätigungen. Der Rechner zieht dafür 8 Prozent ab. Im WLAN, besonders durch Wände, geht oft noch mehr verloren, ein Netzwerkkabel ist schneller.
| Datei | 16 Mbit | 50 Mbit | 100 Mbit | 250 Mbit | 1.000 Mbit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 GB, eine Serienfolge in HD | 9 min | 3 min | 1 min | 1 min | 1 min |
| 5 GB, ein Film in 4K | 45 min | 14 min | 7 min | 3 min | 1 min |
| 50 GB, ein großes Update | 7,5 h | 2,4 h | 72 min | 29 min | 7 min |
| 100 GB, ein aktuelles Spiel | 15,1 h | 4,8 h | 2,4 h | 58 min | 14 min |
Wenn die Leitung lahmt
Oft bremst gar nicht deine Leitung, sondern die Gegenstelle. Spieleplattformen und Clouddienste liefern zu Stoßzeiten langsamer. Miss deshalb nicht mit einem einzelnen Download, sondern mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.
Die Regeln stehen in einer Allgemeinverfügung der Bundesnetzagentur. Für den Nachweis machst du 30 Messungen an drei Tagen, am Kabel. Erreicht die Leitung an zwei von drei Tagen nicht wenigstens einmal 90 Prozent der Höchstgeschwindigkeit, liegt eine erhebliche Abweichung vor. Gleiches gilt bei zwei weiteren Mängeln: Die normalerweise verfügbare Geschwindigkeit kommt in weniger als 90 Prozent der Messungen an. Oder die Mindestgeschwindigkeit wird an zwei Tagen unterschritten. Dann darfst du den Preis mindern oder fristlos kündigen.