Zum Inhalt
wieviel.net

Wie viel kostet ein Glasfaser-Hausanschluss?

Im Briefkasten liegt ein Flyer: Glasfaser für euren Ort, Anschluss jetzt kostenlos, nur noch sechs Wochen. Nebenan hat der Nachbar schon unterschrieben. Und was, wenn du wartest?

Du bist
Preis
optional, für den Steuerbonus
€
€
Jahre

Glasfaser kostet dich

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Der Zeitpunkt entscheidet über den Preis

    Glasfaseranbieter bauen erst, wenn genug Haushalte zusagen. In dieser Vorvermarktung verlegen sie den Anschluss bis ins Haus meist kostenlos, wenn du einen Tarif buchst. Wer die Frist verpasst, zahlt später selbst, und das kann vierstellig werden. Beim Ausbau teilen sich viele Häuser den Tiefbau, beim Einzelanschluss trägst du ihn allein.

    Laut Kostenlupe nach Finanztip, Verivox und Check24, Stand Juli 2026
    Anschluss für ein EinfamilienhausPreis
    In der Ausbauphase mit Vertragmeist kostenlos
    Nachträglich bei der Telekom800 bis 1.000 €
    Nachträglich bei Deutsche Glasfaserim Schnitt 1.500 €
    Nachträglich, anderer Anbieter800 bis 3.400 €

    Im Standard stecken meist rund 20 Meter Leitung auf dem Grundstück, der Hausübergabepunkt im Keller, die Glasfaserdose und das Anschlussgerät. Jeder weitere Meter kostet extra, Pflaster und Asphalt wieder herzustellen ist teurer als Rasen. Liegt in deinem Ort gar kein Netz, verlangt die Telekom für einen Einzelausbau im Schnitt rund 20.000 €.

    Mieter: das Bereitstellungsentgelt

    Baut ein Anbieter die Glasfaser bis in jede Wohnung eines Mehrfamilienhauses, darf er vom Eigentümer ein Bereitstellungsentgelt verlangen. Der Vermieter legt es über die Betriebskosten auf die Mieter um. § 72 TKG setzt Grenzen: höchstens 60 € im Jahr und 540 € insgesamt je Wohnung, fünf Jahre lang, zur Refinanzierung bis zu neun Jahre.

    Kostet der Ausbau mehr als 300 € je Wohnung, muss der Betreiber das begründen. Mieter zahlen solche aufwändigen Maßnahmen nach § 556 BGB nur, wenn der Vermieter vorher möglichst drei Angebote eingeholt und das wirtschaftlichste gewählt hat. Umlegen darf er das Entgelt nur, wenn du deinen Internetanbieter über den Anschluss frei wählen kannst.

    Eigenleistung und Steuer

    Einige Netzbetreiber lassen dich den Graben auf dem eigenen Grundstück selbst ausheben und ein Leerrohr legen. Das spart Tiefbau, aber nur, wenn Tiefe und Rohr den Vorgaben entsprechen. Für die Arbeitskosten auf der Rechnung gibt es den Handwerkerbonus: 20 Prozent, bis 1.200 € im Jahr. Lass dir Arbeit und Material getrennt ausweisen.

    Häufige Fragen

    Was kostet ein Glasfaser-Hausanschluss nachträglich?

    Nach dem Ende der Ausbauphase kostet der Hausanschluss für ein Einfamilienhaus typischerweise 800 bis 3.400 Euro. Die Telekom verlangt rund 800 bis 1.000 Euro, Deutsche Glasfaser im Schnitt 1.500 Euro. Wer in der Vorvermarktung einen Tarif bucht, zahlt meist nichts.

    Wie viel Glasfaser-Bereitstellungsentgelt darf der Vermieter umlegen?

    Nach § 72 TKG darf das Bereitstellungsentgelt höchstens 60 Euro im Jahr und insgesamt höchstens 540 Euro je Wohnung betragen. Es läuft in der Regel fünf Jahre, höchstens neun. Der Vermieter legt es über die Betriebskosten auf die Mieter um.

    Muss ich als Mieter für Glasfaser zahlen, auch wenn ich es nicht nutze?

    Ja, das Bereitstellungsentgelt ist Teil der Betriebskosten und gilt für alle Wohnungen im Haus. Dafür muss der Mieter seinen Anbieter über den Anschluss frei wählen können. Übersteigen die Kosten 300 Euro je Wohnung, zahlt der Mieter nur, wenn der Vermieter möglichst drei Angebote eingeholt hat.

    Kann ich beim Glasfaser-Hausanschluss selbst graben?

    Manche Netzbetreiber erlauben, dass du den Graben auf dem eigenen Grundstück selbst aushebst, und senken dafür den Preis. Frag vorher nach Tiefe, Breite und Leerrohr, sonst wird der Graben nicht abgenommen.