Im Handgepäck: 100 ml, ein Beutel
Die Regel gilt an allen Flughäfen der EU. Jeder Behälter fasst höchstens 100 ml, alle zusammen kommen in einen durchsichtigen Beutel mit einem Liter, etwa 20 mal 20 Zentimeter. Es zählt die Größe der Flasche, nicht wie viel noch drin ist. Eine fast leere 150-ml-Tube bleibt an der Kontrolle.
Wie viele Fläschchen passen hinein? Rechnerisch zehn mit 100 ml. In der Praxis schließt der Beutel meist schon bei sechs bis acht, weil Tuben und Sprayköpfe Platz brauchen. Füll Shampoo und Creme in kleine Reiseflaschen mit 30 bis 50 ml um, dann passt mehr.
Ausgenommen sind Medikamente und Babynahrung, die du während der Reise brauchst. Die gehören nicht in den Beutel, du zeigst sie an der Kontrolle aber getrennt vor. Für Medikamente in größeren Mengen nimm eine Bescheinigung vom Arzt mit.
Neue Scanner, alte Regel
Manche Flughäfen haben neue CT-Scanner. Die erkennen Flüssigkeiten im Rucksack, auch wenn du sie nicht auspackst, und deshalb darfst du dort teils größere Flaschen mitnehmen und den Beutel im Gepäck lassen. Klingt bequem. Das gilt aber nur für den Abflug an diesem Flughafen und oft nur an einzelnen Spuren. Für den Rückflug packst du nach der 100-ml-Regel.
Im Koffer: fast alles, nur nicht zu stark
Im aufgegebenen Gepäck gibt es keine 100-ml-Regel. Wein, Olivenöl und Sonnencreme in Familiengröße dürfen mit, solange der Koffer nicht zu schwer wird. Für Spirituosen gelten die Regeln für gefährliche Güter: Bis 24 Prozent Alkohol ist die Menge frei, von 24 bis 70 Prozent höchstens 5 Liter je Person in der Verkaufsflasche. Stärker als 70 Prozent, etwa Strohrum, darf gar nicht ins Flugzeug.
Pack Flaschen zwischen Kleidung in der Mitte des Koffers, jede in einer verschlossenen Plastiktüte. Und denk an den Zoll am Ziel: Die Freimengen sind oft kleiner als das, was die Airline erlaubt.