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Wie viel verdient ein Feuerwehrmann?

Drei Uhr vierzig, der Gong reißt die Wache aus dem Schlaf. Zwei Minuten später rollt das Löschfahrzeug mit Blaulicht vom Hof. Wer bei einer Berufsfeuerwehr fährt, ist fast immer Beamter, und sein Gehalt steht in der Besoldungstabelle des Landes.

Berufsfeuerwehren gehören zur Stadt, besoldet wird nach Landesrecht
Einsatzdienst
im Monat, laut Berufungsvereinbarung
€
allgemeiner Vollzugsdienst: Einstieg je nach Land in A 6 oder A 7
hängt von der Tätigkeit ab, steht im Arbeitsvertrag
Entgeltgruppe
Entgeltgruppe
Jahre im Beruf, bei Professoren seit der Berufung
Jahre
100 = Vollzeit
%

Monatsbrutto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Besoldung: Bund ab 1. Mai 2026, NRW ab 1. April 2026, Bayern ab 1. Februar 2025; TVöD ab 1. Mai 2026. Stand September 2026. Werte und Quellen

    Brandmeister oder Brandinspektor

    Die meisten fangen im mittleren Dienst an. Nach einer Ausbildung von rund anderthalb bis zwei Jahren bist du Brandmeister in A 7, befördert wirst du zum Oberbrandmeister in A 8 und zum Hauptbrandmeister in A 9. Mit einem Studium steigst du im gehobenen Dienst als Brandinspektor direkt in A 9 ein.

    Berufsfeuerwehren gehören zur Stadt. Besoldet wirst du trotzdem nach dem Gesetz deines Landes, deshalb verdient ein Brandmeister in Köln etwas anderes als einer in München. Die Feuerwehren der Bundeswehr zahlen nach der Besoldung des Bundes.

    Grundgehalt in der ersten Stufe, Monat, ohne Zulagen und Familienzuschlag
    BesoldungsgruppeNRWBayernBund
    A 7, Brandmeister3.216 €3.074 €3.138 €
    A 8, Oberbrandmeister3.297 €3.151 €3.307 €
    A 9, Hauptbrandmeister, Brandinspektor3.438 €3.295 €3.552 €
    A 10, Brandoberinspektor3.694 €3.537 €3.786 €

    Am Ende der Laufbahn steht mehr auf dem Zettel. A 7 erreicht in Nordrhein-Westfalen nach 20 Jahren die Endstufe mit 3.793 €, ein Hauptbrandmeister in A 9 kommt dort am Ende auf 4.295 €.

    Die Feuerwehrzulage

    Wer im Einsatzdienst arbeitet, bekommt eine Stellenzulage. Sie gilt den Nachtdienst und die Verpflegung auf der Wache mit ab. In Nordrhein-Westfalen sind es in A 7 und A 8 nach einem Dienstjahr 66,08 Euro, nach zwei Jahren 132,16 Euro im Monat. Ab A 9 liegt der Betrag bei 130,56 Euro, er ist genauso hoch wie die Zulage für Polizei und Justizvollzug.

    Bayern zahlt nach einem Jahr 93,11 und nach zwei Jahren 186,27 Euro, ab 1. Oktober 2026 steigt sie auf 191,52 Euro. Beim Bund sind es 95 und 190 Euro. Bayern zahlt außerdem jedes Jahr eine Sonderzahlung von 70 Prozent des Dezember-Grundgehalts bis A 11.

    Freiwillige Feuerwehr und Werkfeuerwehr

    In den meisten Orten löscht die freiwillige Feuerwehr. Ihre Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und bekommen kein Gehalt, allenfalls eine Aufwandsentschädigung der Gemeinde und den Verdienstausfall für Einsätze während der Arbeitszeit.

    Werkfeuerwehren in Chemieparks, an Flughäfen oder in Raffinerien stellen ihre Leute als Angestellte ein. Dort gilt der Tarifvertrag des Unternehmens, oft der Chemie- oder Metalltarif.

    Was 2026 und 2027 noch kommt

    Häufige Fragen

    Wie viel verdient ein Feuerwehrmann in NRW?

    Ein Brandmeister der Berufsfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen startet 2026 in A 7 mit 3.216 € Grundgehalt im Monat. Im Einsatzdienst kommt ab dem zweiten Dienstjahr eine Feuerwehrzulage von 132,16 Euro dazu.

    Wie viel verdient ein Feuerwehrmann in Bayern?

    Ein Brandmeister in Bayern beginnt in A 7 mit 3.074 € Grundgehalt im Monat. Dazu kommen die Feuerwehrzulage und eine jährliche Sonderzahlung von 70 Prozent des Dezember-Grundgehalts.

    Bekommt man bei der freiwilligen Feuerwehr Geld?

    Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr arbeiten ehrenamtlich und bekommen kein Gehalt. Manche Gemeinden zahlen eine Aufwandsentschädigung, Arbeitgeber bekommen den Verdienstausfall für Einsätze während der Arbeitszeit erstattet.

    Wie viel verdient ein Feuerwehrmann netto?

    Berufsfeuerwehrleute sind Beamte und zahlen keine Renten- und Arbeitslosenversicherung. Vom Brutto gehen Lohnsteuer, gegebenenfalls Kirchensteuer und der Beitrag zur Krankenversicherung ab, die in einigen Ländern als Heilfürsorge der Dienstherr übernimmt.