Die Entgeltgruppe N
Für Notfallsanitäter hat der TVöD eine eigene Gruppe: N. Ihre Beträge entsprechen der Pflegegruppe P 8 und steigen mit jeder Tariferhöhung im selben Maß. Die Besonderheit: Stufe 3 erreichst du erst nach drei Jahren in Stufe 2. Rechnet dir der Arbeitgeber Erfahrung an, kannst du höher einsteigen.
| Stufe | ab | Monatsbrutto |
|---|---|---|
| Stufe 1 | Einstieg | 3.701 € |
| Stufe 2 | nach 1 Jahren | 3.863 € |
| Stufe 3 | nach 4 Jahren | 4.076 € |
| Stufe 4 | nach 7 Jahren | 4.248 € |
| Stufe 5 | nach 11 Jahren | 4.489 € |
Die Tabelle gilt bis 31. März 2027. Wie es danach weitergeht, entscheidet die Tarifrunde 2027.
Schicht, Nacht und Jahressonderzahlung
Rettungswachen sind rund um die Uhr besetzt, fast alle arbeiten im Schichtdienst. Für ständige Wechselschicht gibt es 200 Euro im Monat, für ständige Schichtarbeit 100 Euro. Nachtstunden, Sonntage und Feiertage bringen Zuschläge je Stunde.
In Stufe 3 mit Wechselschicht kommst du so auf 4.276 € im Monat ohne Zeitzuschläge. Im November zahlt der Arbeitgeber eine Jahressonderzahlung von 85 Prozent eines Monatsentgelts.
Rettungssanitäter, Praxisanleiter, Wachenleitung
Rettungssanitäter mit der kürzeren Ausbildung sind in Entgeltgruppe 4 eingruppiert und bekommen eine Zulage von 2,3 Prozent ihres Tabellenentgelts. Mehr als die Gruppe N gibt es für Leitungsaufgaben, etwa als ständige Vertretung der Wachenleitung. Viele Arbeitgeber gruppieren auch Praxisanleiter höher ein.
Einen großen Teil des Rettungsdienstes fahren Hilfsorganisationen wie Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser oder Arbeiter-Samariter-Bund, jeweils mit eigenen Tarifverträgen. Der Median im Rettungsdienst lag 2025 bei 4.447 € im Monat, Rettungssanitäter eingeschlossen.