Angestellt in der Klinik
Angestellte Hebammen in Vollzeit verdienten Ende 2025 im Median 4.846 € im Monat. Die mittlere Hälfte lag bei 4.155 € bis 5.428 €, eine recht enge Spanne. Auffällig: Schon unter 25 lag der Median bei 4.758 €.
In kommunalen Kliniken gilt der TVöD. Hebammen mit Fachschulausbildung stehen in P 8. Seit dem 1. Januar 2025 kommen Hebammen mit Hochschulabschluss in P 11. Wer ohne Studium gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen hat und entsprechend arbeitet, kann ebenfalls in P 11 kommen.
| Stufe | P 8 | P 11 |
|---|---|---|
| Stufe 2 | 3.701 € | 4.420 € |
| Stufe 3 | 3.863 € | 4.557 € |
| Stufe 4 | 4.076 € | 4.901 € |
| Stufe 5 | 4.248 € | 5.130 € |
| Stufe 6 | 4.489 € | 5.234 € |
Dazu kommen Zulagen für Wechselschicht und Zuschläge für Nachtstunden und Feiertage. Im November zahlt die Klinik eine Jahressonderzahlung.
Freiberuflich: der Hebammenhilfevertrag
Wer Schwangere zu Hause betreut, Kurse gibt oder Wochenbettbesuche macht, rechnet direkt mit den Krankenkassen ab. Seit dem 1. November 2025 gilt ein neuer Vertrag. Abgerechnet wird in Einheiten zu fünf Minuten, die Stunde bringt 74,28 Euro statt vorher rund 60,37 Euro. Anfahrt und Material werden extra erstattet.
Das ist kein Stundenlohn. Aus dem Betrag zahlst du Haftpflichtversicherung, Büro, Auto, Kranken- und Rentenversicherung. Und nicht jede Arbeitsstunde ist eine abrechenbare Stunde.
| Leistung | je Stunde |
|---|---|
| Hebammenhilfe allgemein, seit November 2025 | 74,28 € |
| Beleghebamme im Kreißsaal | 59,40 € |
| Beleghebamme bei 1:1-Betreuung | 85,40 € |
Beleghebammen arbeiten freiberuflich in Kliniken. Sie bekommen deutlich mehr, wenn sie eine Frau allein betreuen, und weniger bei zwei oder drei Geburten gleichzeitig. Das war umstritten, der Hebammenverband klagte, das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg bestätigte den Vertrag im Dezember 2025 im Eilverfahren.
Studium statt Ausbildung
Seit 2020 wirst du Hebamme über ein duales Studium. Du schließt einen Vertrag mit einer Klinik und bekommst für die ganze Studienzeit eine Vergütung. Kommunale Kliniken zahlen dafür nach einem eigenen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.