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Wie viel verdient eine Hebamme?

Drei Uhr nachts im Kreißsaal, die Wehen kommen jetzt alle zwei Minuten. Die Hebamme hat zwei Frauen gleichzeitig unter der Geburt. Ob sie angestellt ist oder freiberuflich, entscheidet darüber, wie diese Nacht bezahlt wird.

100 = Vollzeit
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brutto im Monat bei Vollzeit, zum Einordnen
€

Mittleres Monatsbrutto

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    Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas (Stichtag 31.12.2025, sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte), veröffentlicht Juli 2026. Werte und Quellen

    Angestellt in der Klinik

    Angestellte Hebammen in Vollzeit verdienten Ende 2025 im Median 4.846 € im Monat. Die mittlere Hälfte lag bei 4.155 € bis 5.428 €, eine recht enge Spanne. Auffällig: Schon unter 25 lag der Median bei 4.758 €.

    In kommunalen Kliniken gilt der TVöD. Hebammen mit Fachschulausbildung stehen in P 8. Seit dem 1. Januar 2025 kommen Hebammen mit Hochschulabschluss in P 11. Wer ohne Studium gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen hat und entsprechend arbeitet, kann ebenfalls in P 11 kommen.

    TVöD VKA, Monat, Vollzeit, gültig seit 1. Mai 2026, Stufe 1 gibt es nicht
    StufeP 8P 11
    Stufe 23.701 €4.420 €
    Stufe 33.863 €4.557 €
    Stufe 44.076 €4.901 €
    Stufe 54.248 €5.130 €
    Stufe 64.489 €5.234 €

    Dazu kommen Zulagen für Wechselschicht und Zuschläge für Nachtstunden und Feiertage. Im November zahlt die Klinik eine Jahressonderzahlung.

    Freiberuflich: der Hebammenhilfevertrag

    Wer Schwangere zu Hause betreut, Kurse gibt oder Wochenbettbesuche macht, rechnet direkt mit den Krankenkassen ab. Seit dem 1. November 2025 gilt ein neuer Vertrag. Abgerechnet wird in Einheiten zu fünf Minuten, die Stunde bringt 74,28 Euro statt vorher rund 60,37 Euro. Anfahrt und Material werden extra erstattet.

    Das ist kein Stundenlohn. Aus dem Betrag zahlst du Haftpflichtversicherung, Büro, Auto, Kranken- und Rentenversicherung. Und nicht jede Arbeitsstunde ist eine abrechenbare Stunde.

    Hebammenhilfevertrag nach § 134a SGB V, laut GKV-Spitzenverband
    Leistungje Stunde
    Hebammenhilfe allgemein, seit November 202574,28 €
    Beleghebamme im Kreißsaal59,40 €
    Beleghebamme bei 1:1-Betreuung85,40 €

    Beleghebammen arbeiten freiberuflich in Kliniken. Sie bekommen deutlich mehr, wenn sie eine Frau allein betreuen, und weniger bei zwei oder drei Geburten gleichzeitig. Das war umstritten, der Hebammenverband klagte, das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg bestätigte den Vertrag im Dezember 2025 im Eilverfahren.

    Studium statt Ausbildung

    Seit 2020 wirst du Hebamme über ein duales Studium. Du schließt einen Vertrag mit einer Klinik und bekommst für die ganze Studienzeit eine Vergütung. Kommunale Kliniken zahlen dafür nach einem eigenen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

    Häufige Fragen

    Wie viel verdient eine Hebamme im Monat?

    Angestellte Hebammen in Vollzeit verdienten Ende 2025 im Median 4.846 € brutto im Monat, meldet die Bundesagentur für Arbeit. In kommunalen Kliniken gilt der TVöD mit den Gruppen P 8 und P 11.

    Wie viel verdient eine freiberufliche Hebamme pro Stunde?

    Seit dem 1. November 2025 zahlen die Krankenkassen freiberuflichen Hebammen 74,28 Euro je Stunde, abgerechnet in Fünf-Minuten-Einheiten. Davon zahlt die Hebamme Haftpflicht, Büro und ihre Sozialversicherung selbst.

    Bekommt man im Hebammenstudium Geld?

    Ja. Das Hebammenstudium ist dual, du hast einen Vertrag mit einer Klinik und bekommst für die ganze Studienzeit eine Vergütung. Kommunale Kliniken zahlen nach einem eigenen Tarifvertrag.

    Wie viel verdient eine Hebamme netto?

    Eine angestellte Hebamme zahlt vom Brutto Lohnsteuer und Sozialabgaben. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sind in gewissen Grenzen steuerfrei, deshalb bleibt im Schichtdienst oft etwas mehr netto.