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Ab wie viel Brutto zahlt man den Spitzensteuersatz?

Grillabend, der Schwager hat gerade eine Gehaltserhöhung bekommen und stöhnt: Jetzt sei er im Spitzensteuersatz, die Hälfte gehe an den Staat. Beides stimmt selten. Rechne nach, wo du wirklich stehst.

Was kennst du?
Das zu versteuernde Einkommen steht im Steuerbescheid.
€
Veranlagung

Grenzsteuersatz

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026. Werte und Quellen

    Wo der Spitzensteuersatz beginnt

    Der Einkommensteuertarif hat vier Stufen. Bis 12.348 Euro zu versteuerndem Einkommen bleibt alles steuerfrei, das ist der Grundfreibetrag. Danach steigt der Satz von 14 auf 24 Prozent bei 17.799 Euro und weiter bis 42 Prozent. Die 42 Prozent gelten 2026 ab 69.879 Euro zu versteuerndem Einkommen. Ab 277.826 Euro sind es 45 Prozent, die Reichensteuer.

    Das zu versteuernde Einkommen liegt deutlich unter dem Brutto. Als Angestellter ziehst du mindestens den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro ab, dazu Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Ohne Kinder, gesetzlich versichert und ohne weitere Abzüge erreichst du den Spitzensteuersatz deshalb erst bei rund 86.800 Euro Jahresbrutto, also etwa 7.230 € im Monat. Die Reichensteuer beginnt bei rund 296.000 Euro brutto.

    Einkommensteuer 2026, Grundtarif ohne Soli
    zu versteuernEinkommensteuerDurchschnittGrenzsteuersatz
    15.000 €435 €2,9 %18,9 %
    20.000 €1.570 €7,9 %24,7 %
    30.000 €4.217 €14,1 %28,2 %
    40.000 €7.209 €18 %31,7 %
    50.000 €10.548 €21,1 %35,1 %
    60.000 €14.233 €23,7 %38,6 %
    69.879 €18.213 €26,1 %42 %
    80.000 €22.464 €28,1 %42 %
    100.000 €30.864 €30,9 %42 %
    150.000 €51.864 €34,6 %42 %
    277.826 €105.551 €38 %45 %
    500.000 €205.529 €41,1 %45 %

    Grenzsteuersatz ist nicht Durchschnitt

    Der Grenzsteuersatz sagt, wie viel von jedem zusätzlichen Euro an die Steuer geht. Der Durchschnittssteuersatz teilt die gesamte Steuer durch das Einkommen. Wer genau an der Schwelle von 69.879 Euro steht, zahlt auf den nächsten Euro 42 Cent, im Schnitt aber nur 26,1 Prozent. Bei 150.000 Euro sind es im Schnitt 34,6 Prozent, von der Hälfte also weit entfernt.

    Obendrauf kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer, sobald sie über 20.350 Euro im Jahr liegt, und gegebenenfalls Kirchensteuer. Im Spitzensteuersatz mit vollem Soli gehen so 44,31 Prozent jedes weiteren Euros an das Finanzamt.

    Splitting verdoppelt die Grenze

    Ehepaare und eingetragene Lebenspartner, die zusammen veranlagt werden, zahlen nach dem Splittingtarif: Das gemeinsame Einkommen wird halbiert, besteuert und die Steuer verdoppelt. Der Spitzensteuersatz beginnt damit erst bei 139.758 Euro. Verdient nur einer, braucht er dafür rund 158.000 Euro Jahresbrutto.

    Die Tarifgrenzen passt der Gesetzgeber fast jedes Jahr an die Inflation an, damit Lohnerhöhungen nicht allein durch die Progression aufgezehrt werden. Die Werte hier gelten für das Steuerjahr 2026.

    Häufige Fragen

    Ab wie viel Brutto zahlt man den Spitzensteuersatz?

    Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent beginnt 2026 bei 69.879 Euro zu versteuerndem Einkommen. Für einen gesetzlich versicherten Angestellten ohne Kinder und ohne weitere Abzüge entspricht das rund 86.800 Euro Jahresbrutto, also etwa 7.230 Euro im Monat.

    Wie hoch ist der Spitzensteuersatz 2026?

    Der Spitzensteuersatz beträgt 42 Prozent und gilt 2026 ab 69.879 Euro zu versteuerndem Einkommen. Ab 277.826 Euro steigt der Satz auf 45 Prozent, die sogenannte Reichensteuer. Für Ehepaare mit Splitting gelten jeweils die doppelten Beträge.

    Zahlt man mit dem Spitzensteuersatz 42 Prozent auf das ganze Einkommen?

    Nein, die 42 Prozent gelten nur für den Teil des Einkommens oberhalb von 69.879 Euro. Bei 100.000 Euro zu versteuerndem Einkommen beträgt die Einkommensteuer 2026 30.864 Euro, der Durchschnittssteuersatz also 30,9 Prozent.

    Ab wann zahlen Ehepaare den Spitzensteuersatz?

    Mit Ehegattensplitting beginnt der Spitzensteuersatz 2026 erst bei 139.758 Euro gemeinsamem zu versteuerndem Einkommen. Verdient nur einer, sind dafür rund 158.000 Euro Jahresbrutto nötig.