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Wie viel Weihnachtsgeld bleibt netto?

Die Novemberabrechnung kommt, darauf eine zusätzliche Zeile: Weihnachtsgeld, ein halbes Monatsgehalt. Du rechnest kurz, was davon übrig sein müsste. Aufs Konto kommt deutlich weniger.

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Kinder?

Weihnachtsgeld netto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Warum vom Weihnachtsgeld weniger bleibt als vom Gehalt

    Für das Monatsgehalt gibt es eine Lohnsteuertabelle. Für Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Prämien nicht. Das sind sonstige Bezüge, und für sie rechnet der Arbeitgeber anders: Er ermittelt die Jahressteuer auf deinen Jahreslohn einmal ohne und einmal mit dem Weihnachtsgeld. Der Unterschied ist die Lohnsteuer auf die Einmalzahlung.

    Weil das Weihnachtsgeld oben auf dein Einkommen kommt, trifft es deinen Grenzsteuersatz, nicht deinen Durchschnittssatz. Dazu kommen die Sozialbeiträge. Vom Monatsgehalt bleiben bei 3.500 Euro brutto rund 67 Prozent, vom Weihnachtsgeld nur 55 Prozent.

    Weihnachtsgeld netto 2026, Steuerklasse I, kinderlos, ohne Kirchensteuer, halbes Monatsgehalt
    MonatsbruttoWeihnachtsgeldnettobleibt
    2.500 €1.250 €720 €58 %
    3.500 €1.750 €961 €55 %
    4.500 €2.250 €1.176 €52 %
    6.000 €3.000 €1.652 €55 %
    8.000 €4.000 €1.871 €47 %

    Wer wenig oder gar keine Beiträge zahlt

    Sozialbeiträge fallen auf Einmalzahlungen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze an, gerechnet aufs Jahr. Wer gut verdient, hat sie bei der Krankenkasse schon mit dem Gehalt erreicht. Dann bleibt mehr. Über der Grenze der Rentenversicherung gehen vom Weihnachtsgeld gar keine Beiträge mehr ab, nur noch Steuern.

    Im Minijob gilt das Weihnachtsgeld als Teil des regelmäßigen Verdiensts, wenn es sicher gezahlt wird. Ein Zwölftel davon zählt dann jeden Monat mit, und die Minijob-Grenze kann reißen.

    Wer Weihnachtsgeld bekommt

    Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Weihnachtsgeld steht in Tarifverträgen, im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung. Im öffentlichen Dienst heißt es Jahressonderzahlung und wird im November gezahlt, in Prozent eines Monatsgehalts. Hat der Arbeitgeber drei Jahre in Folge ohne Vorbehalt gezahlt, entsteht ein Anspruch aus betrieblicher Übung.

    Häufige Fragen

    Warum wird vom Weihnachtsgeld so viel abgezogen?

    Weihnachtsgeld ist ein sonstiger Bezug. Die Lohnsteuer darauf rechnet der Arbeitgeber mit dem Jahreslohn: Er vergleicht die Steuer auf den Jahreslohn mit und ohne Weihnachtsgeld. Das Weihnachtsgeld landet so ganz im höchsten Steuersatz, den du erreichst, deshalb bleibt prozentual weniger übrig als vom Monatsgehalt.

    Wie viel Weihnachtsgeld bleibt netto übrig?

    Bei 3.500 Euro Monatsgehalt in Steuerklasse I bleiben 2026 von 1.750 Euro Weihnachtsgeld etwa 961 Euro netto, ohne Kirchensteuer und kinderlos. Bei 5.000 Euro Gehalt bleiben von 2.500 Euro etwa 1.272 Euro.

    Hat man einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld?

    Nein. Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld entsteht nur aus einem Tarifvertrag, dem Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder betrieblicher Übung. Betriebliche Übung liegt vor, wenn der Arbeitgeber drei Jahre hintereinander ohne Vorbehalt gezahlt hat.

    Bekommt man die Steuer auf das Weihnachtsgeld zurück?

    Die Lohnsteuer auf das Weihnachtsgeld ist eine Vorauszahlung auf die Jahressteuer. Hattest du über das Jahr gleichbleibenden Lohn, stimmt sie meist ziemlich genau. Zu viel gezahlt hast du etwa, wenn du nicht das ganze Jahr gearbeitet hast oder hohe Werbungskosten hattest, dann holt die Steuererklärung das zurück.