Die Fahrstunden machen den Preis
Eine Übungsstunde von 45 Minuten kostete 2025 im Schnitt 63,70 Euro, eine Sonderfahrt 72,40 Euro. Seitdem ist es teurer geworden. In Nordrhein-Westfalen stiegen die Preise für den Fahrunterricht binnen eines Jahres um 4,5 Prozent. Wie viele Übungsstunden du brauchst, bestimmt den Preis stärker als alles andere. Regelmäßig fahren hilft, lange Pausen kosten.
Die Gebühren für die Prüfung selbst sind überall gleich: 24,99 Euro für die Theorie, 129,83 Euro für die praktische Prüfung. Die Fahrschule verlangt zusätzlich eine Vorstellungsgebühr, beim ADAC-Vergleich 60 bis 137 Euro für die Theorie und 160 bis 289 Euro für die Praxis. Beim Amt zahlst du für den Antrag je nach Behörde 38 bis 70 Euro.
Durchfallen wird teuer
Im Jahr 2025 fielen 44 Prozent der Prüflinge durch die Theorie und 37 Prozent durch die praktische Prüfung, meldet der TÜV-Verband. Bei der Theorie kostet ein zweiter Versuch vor allem Prüfgebühr und Vorstellung. Nach einer verpatzten Fahrprüfung verlangen Fahrschulen fast immer weitere Übungsstunden, der Rechner nimmt drei je Wiederholung an.
Was die Reform 2027 ändern soll
Die Bundesregierung hat im Mai 2026 eine Reform beschlossen, die zum 1. Januar 2027 gelten soll. Bundestag und Bundesrat beraten noch. Geplant ist:
- Theorieunterricht per App, ohne Pflicht zum Präsenzunterricht
- ein um etwa ein Drittel kleinerer Fragenkatalog
- Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten bleiben Pflicht, aber ohne feste Zahl
- eine kürzere praktische Prüfung mit 25 Minuten reiner Fahrzeit
- ein Modellversuch, in dem Angehörige nach der Theorieprüfung mitüben dürfen
- Fahrschulen sollen Preise und Erfolgsquoten veröffentlichen
Das Ministerium verspricht deutlich niedrigere Kosten, nennt aber keine Zahl. Wer jetzt anfängt, zahlt nach den heutigen Regeln.