Zwei Kältemittel, zwei Preise
Bei einem Klimaservice saugt die Werkstatt das alte Kältemittel ab, prüft die Anlage auf Dichtheit, trocknet sie und füllt die vorgeschriebene Menge neu ein. Bei R134a, dem Kältemittel älterer Autos, ist das Mittel oft im Pauschalpreis drin. Beim neueren R1234yf wird das Kältemittel meist extra nach Gramm berechnet, und es ist deutlich teurer. Mit 500 Gramm kommen so schnell 100 € zum Service dazu.
Seit 2017 dürfen Neuwagen in der EU nur noch Kältemittel mit geringem Treibhauspotenzial nutzen, praktisch heißt das R1234yf. Welches drin ist, verrät ein Aufkleber im Motorraum, samt Füllmenge. Jede Anlage verliert jedes Jahr etwas davon, viele Werkstätten raten deshalb zu einem Service alle zwei Jahre.
Warum R134a knapp wird
Die EU-F-Gase-Verordnung senkt die Menge, die auf den Markt darf, Jahr für Jahr. 2024 waren es noch 31 Prozent der Ausgangsmenge, 2027 sind es 17 Prozent. Die Zahl älterer Autos sinkt langsamer, das Kältemittel wird knapper. Umrüsten auf R1234yf klingt naheliegend, die meisten Hersteller geben das für ältere Modelle aber nicht frei. Lass dir das von der Werkstatt schriftlich bestätigen, bevor du zustimmst.
Riecht es muffig?
Am Verdampfer hinter dem Armaturenbrett sammelt sich Feuchtigkeit, dort wachsen Bakterien und Pilze. Eine Desinfektion kostet beim ADAC um 20 € Aufpreis. Tausch den Innenraumfilter gleich mit, er ist oft die eigentliche Quelle des Geruchs. Und schalte die Klimaanlage ein paar Minuten vor dem Ziel aus, dann trocknet der Verdampfer im Gebläsewind.