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Wie viel Promille darf ich beim Autofahren haben?

Kurz nach Mitternacht, eine Landstraße, vorn blinkt eine Kelle. „Allgemeine Verkehrskontrolle, haben Sie heute etwas getrunken?“ Zwei Radler am Nachmittag, sagst du. Dann kommt das Röhrchen.

Atemalkohol in mg/l mal zwei ergibt grob Promille
‰
Wer fährt?
Ausfallerscheinungen oder Unfall?

Das droht dir

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Vier Grenzen, die du kennen solltest

    Die bekannte Zahl ist 0,5 Promille. Ab diesem Wert, oder ab 0,25 mg/l in der Atemluft, begehst du eine Ordnungswidrigkeit, auch wenn du völlig gerade fährst. Darunter bist du aber nicht auf der sicheren Seite: Schon ab 0,3 Promille wird es zur Straftat, sobald du auffällst oder einen Unfall baust. Gerichte nennen das relative Fahruntüchtigkeit.

    Ab 1,1 Promille gilt jeder als absolut fahruntüchtig. Dann braucht es keine Schlangenlinie mehr. Der Führerschein ist weg, dazu kommen eine Geldstrafe nach Tagessätzen und drei Punkte.

    Alkohol am Steuer nach StVG, Bußgeldkatalog und StGB
    PromilleFolge
    0,0 in Probezeit und unter 21250 €, 1 Punkt, Aufbauseminar, Probezeit plus zwei Jahre
    ab 0,3 mit Ausfall oder UnfallStraftat, Führerschein weg, 3 Punkte
    ab 0,5500 €, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte
    ab 0,5, zweites Mal1.000 €, 3 Monate Fahrverbot, 2 Punkte
    ab 1,1Straftat, Sperre mindestens 6 Monate, 3 Punkte
    ab 1,6zusätzlich MPU vor dem neuen Führerschein

    Fahrverbot oder Entzug

    Ein Fahrverbot ist eine Pause. Nach einem oder drei Monaten bekommst du den Führerschein zurück, ohne Prüfung. Beim Entzug nach einer Straftat ist die Fahrerlaubnis erloschen. Nach der Sperrfrist beantragst du sie neu, und ab 1,6 Promille verlangt die Behörde vorher ein positives MPU-Gutachten.

    Zum Bußgeld kommen Kosten. Die Behörde nimmt 5 Prozent Gebühr, mindestens 25 €, dazu 3,50 € für die Zustellung. Eine Blutprobe rechnet sie extra ab.

    Der Morgen danach

    Die Leber baut im Mittel 0,15 Promille pro Stunde ab. Wer um zwei Uhr nachts mit 1,5 Promille ins Bett geht, hat um acht Uhr noch um 0,6 Promille. Kaffee oder kaltes Duschen ändern daran nichts. Viele Fahrten mit Restalkohol fallen genau so auf: morgens, auf dem Weg zur Arbeit.

    Häufige Fragen

    Wie viel Promille darf man beim Autofahren haben?

    Unter 0,5 Promille ist Autofahren erlaubt, solange du sicher fährst. Ab 0,5 Promille ist es eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille eine Straftat. Für Fahranfänger in der Probezeit und für alle unter 21 gilt dagegen null Promille, schon ein kleines Bier ist zu viel.

    Was kostet es, mit 0,5 Promille erwischt zu werden?

    Beim ersten Mal kostet es 500 Euro Bußgeld, einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Steht schon ein Alkoholverstoß im Register, sind es 1.000 Euro und drei Monate Fahrverbot, bei mehreren 1.500 Euro.

    Ab wie viel Promille ist der Führerschein weg?

    Ab 1,1 Promille ist es eine Straftat. Das Gericht entzieht die Fahrerlaubnis und verhängt eine Sperre von mindestens 6 Monaten. Mit Ausfallerscheinungen oder nach einem Unfall kann das schon ab 0,3 Promille passieren.

    Was gilt in der Probezeit?

    In der Probezeit und bis zum 21. Geburtstag gilt ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Wer trotzdem trinkt und fährt, zahlt 250 Euro, bekommt einen Punkt, muss ein Aufbauseminar besuchen, und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.

    Ab wie viel Promille muss man zur MPU?

    Die Führerscheinstelle ordnet eine MPU an, wenn du mit 1,6 Promille oder mehr gefahren bist. Das gilt für jedes Fahrzeug, also auch für das Fahrrad. Auch wiederholte Alkoholverstöße führen zur MPU.