Beim Streaming entscheidet die Leitung
Das Umweltbundesamt hat 2020 messen lassen, was eine Stunde Video in HD an CO₂ verursacht. Das Rechenzentrum trägt mit rund 1,5 Gramm wenig bei. Den Unterschied macht der Weg zu dir: Über Glasfaser sind es 2 Gramm, über das alte 3G-Netz 90. Ultra-HD braucht etwa zehnmal so viele Daten wie HD.
Meist schlägt das Gerät vor dir stärker zu Buche als das Netz. Ein Fernseher mit 100 Watt verursacht mit dem deutschen Strommix 34 Gramm CO₂ pro Stunde, ein Laptop einen Bruchteil davon.
| Übertragung | Netz und Rechenzentrum | mit 100-W-Fernseher |
|---|---|---|
| Glasfaser | 2 g | 36 g |
| DSL über Kupferkabel (VDSL) | 4 g | 38 g |
| Mobilfunk 5G | 5 g | 39 g |
| Mobilfunk 3G (UMTS) | 90 g | 124 g |
Wie viel eine KI-Anfrage braucht
Google hat im August 2025 Zahlen samt Methode vorgelegt: Eine typische Textanfrage an Gemini braucht 0,24 Wattstunden, Kühlung und Leerlauf der Server eingerechnet. OpenAI-Chef Sam Altman nennt für ChatGPT 0,34 Wattstunden, ohne zu sagen, wie gemessen wurde. Mit dem deutschen Strommix sind das 0,08 und 0,12 Gramm CO₂ je Anfrage.
Google selbst rechnet mit seinem eigenen, grüneren Strombezug nur 0,03 Gramm. Der Rechner nimmt den deutschen Mix, weil nicht bekannt ist, wo deine Anfrage bearbeitet wird. Bilder, Videos und lange Denkschritte der Modelle brauchen ein Vielfaches, dafür gibt es noch keine belastbaren Werte.
Im Vergleich klein
Zwanzig Anfragen am Tag ergeben mit Altmans Wert rund 0,9 Kilogramm im Jahr. Ein Kilometer im Durchschnittsauto verursacht 230 Gramm. Wie viele Daten deine Serien fressen, rechnet die Seite zum Datenvolumen beim Streaming aus.