Viel Watt, aber nicht die ganze Zeit
Ein Ölradiator ist eine Stromdirektheizung. Innen heizt ein Stab das Öl. Die meisten Geräte haben 1.000 bis 2.500 Watt, verteilt auf zwei oder drei Stufen, die du am Drehrad wählst. Aus einer Kilowattstunde Strom wird genau eine Kilowattstunde Wärme, wie beim Heizlüfter.
Der Unterschied liegt im Verhalten. Das Öl speichert Wärme, der Radiator wird langsam warm und kühlt langsam ab. Hat er ein Thermostat, schaltet er ab, sobald der Raum warm ist. Dann zieht er übers Jahr gerechnet deutlich weniger als seine Nennleistung.
| Nutzung | kWh | Kosten |
|---|---|---|
| 1 Stunde auf voller Stufe, 2.000 W | 2 | 74 ct |
| 5 Stunden am Tag, Thermostat taktet, 1.500 W im Schnitt | 7,5 | 2,78 € |
| so jeden Tag, zwei Monate | 450 | 167 € |
| Frostwächter im Gartenhaus, kalte Nacht, 8 Stunden mit 1.000 W | 8 | 2,96 € |
Im Vergleich zur Zentralheizung
Erdgas kostet pro Kilowattstunde rund 11,9 Cent, Strom 37 Cent. Selbst wenn die Gastherme ein Zehntel der Wärme verliert, heizt sie für etwa ein Drittel des Preises. Als Dauerheizung ist der Radiator deshalb teuer. Für ein Zimmer, das nur an ein paar Tagen im Jahr warm sein muss, passt er.
Weniger Laufzeit
- Thermostat auf 20 Grad statt Dauerbetrieb auf höchster Stufe. Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent.
- Tür zu, Vorhänge nicht über den Radiator hängen.
- Zeitschaltuhr: Eine Stunde vor dem Aufstehen einschalten reicht, das Öl hält die Wärme noch eine Weile.
- Im Gartenhaus die Frostschutzstellung nutzen. Die hält um 5 Grad statt 15.