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Wie viel darf man bar bezahlen?

Der Händler in Offenbach schiebt den Kaufvertrag über den Tisch. 14.900 Euro für den Kombi. Du legst den Umschlag daneben, und er fragt nach deinem Personalausweis.

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Wann?

Bar erlaubt?

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Heute: erlaubt, aber mit Ausweis

    In Deutschland gibt es bis Juli 2027 keine allgemeine Obergrenze für Barzahlungen. Das Geldwäschegesetz verlangt aber, dass Händler dich ab 10.000 Euro in bar identifizieren. Sie prüfen den Ausweis und bewahren eine Kopie auf. Bei Gold, Silber und Platin gilt das schon ab 2.000 Euro.

    Eine Ausnahme ist streng: Immobilien darfst du seit April 2023 überhaupt nicht mehr bar bezahlen. Das gilt für Häuser, Wohnungen und Grundstücke, auch für Anteile an Firmen, die Immobilien halten.

    Ab 10. Juli 2027: EU-weit höchstens 10.000 Euro

    Dann gilt die EU-Geldwäscheverordnung. Unternehmen und Selbstständige dürfen für Waren und Dienstleistungen höchstens 10.000 Euro in bar annehmen. Mehrere Zahlungen, die zusammengehören, zählen zusammen. Schon ab 3.000 Euro bar müssen Händler deine Identität prüfen.

    Zwischen Privatleuten ändert sich nichts. Den gebrauchten Wohnwagen vom Nachbarn darfst du auch 2028 in bar bezahlen, egal wie teuer.

    Kleingeld an der Kasse

    Der Bäcker muss deine Sammlung aus Ein-Cent-Münzen nicht annehmen. Eine EU-Verordnung begrenzt die Pflicht auf 50 Münzen pro Zahlung. Viele Läden nehmen trotzdem mehr, aber darauf hast du keinen Anspruch.

    Häufige Fragen

    Kann man ein Auto bar bezahlen?

    Ja. Beim Händler musst du ab 10.000 Euro deinen Ausweis zeigen. Ab dem 10. Juli 2027 darf ein Händler höchstens 10.000 Euro in bar annehmen, den Rest überweist du. Kaufst du von privat, gilt keine Grenze.

    Darf man ein Haus bar bezahlen?

    Nein. Seit dem 1. April 2023 ist es verboten, Immobilien in bar zu bezahlen, auch in Teilen. Der Kaufpreis muss überwiesen werden. Ins Grundbuch kommst du erst, wenn die Zahlung ohne Bargeld belegt ist.

    Muss ein Geschäft Bargeld annehmen?

    Euro-Banknoten sind gesetzliches Zahlungsmittel. Ein Händler kann aber vorher, etwa per Aushang, andere Zahlungswege vereinbaren. Münzen muss niemand mehr als 50 Stück pro Zahlung annehmen.

    Gilt die Bargeldobergrenze auch zwischen Privatleuten?

    Nein. Die Grenze der EU-Geldwäscheverordnung betrifft Zahlungen an Unternehmen und Selbstständige, die gewerblich verkaufen. Kaufst du das Auto vom Nachbarn, darfst du auch ab 2027 jede Summe bar zahlen.