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Wie viel Geld bekommt man für Blut- oder Plasmaspende?

Eine Liege, ein Schlauch, eine Maschine, die leise pumpt. Nach 45 Minuten ist der Beutel mit gelblichem Plasma voll, am Empfang gibt es einen Umschlag. Wie viel ist drin, und wie oft geht das?

Geschlecht (für die Höchstzahl bei Vollblut)
€
etwa gelegentliche Vermittlungen, Honorare für Studien
€

Aufwandsentschädigung im Jahr

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Aufwandsentschädigung, kein Lohn

    Blut kaufen ist in Deutschland tabu. Das Transfusionsgesetz erlaubt nur eine Entschädigung für Fahrt, Zeit und Verdienstausfall. Für eine Plasmaspende heißt das meist 20 bis 30 Euro. Der größte private Anbieter, Haema, zahlt nach Presseberichten eine feste Pauschale in dieser Spanne.

    Geld je Spende, Stand September 2026
    Spendeübliche Aufwandsentschädigung
    Vollblut beim DRKkein Geld
    Vollblut an Unikliniken und privaten Diensten20 bis 30 €
    Plasma20 bis 30 €
    Thrombozyten30 bis 50 €

    Das DRK gibt für Vollblut kein Geld, sondern einen Imbiss und manchmal kleine Geschenke. Für Plasmaspenden in seinen Zentren zahlt es dagegen eine Entschädigung, dazu Boni für jede zehnte Spende. Die Sätze nennen die Zentren vor Ort, sie schwanken zwischen den Regionen.

    Wie oft du spenden darfst

    Plasma bildet der Körper innerhalb von ein, zwei Tagen nach. Deshalb sind bis zu 60 Plasmaspenden im Jahr erlaubt. Bei Vollblut dauert es viel länger, bis Eisen und rote Blutkörperchen wieder aufgefüllt sind: Männer dürfen 6-mal, Frauen 4-mal in zwölf Monaten spenden, mit mindestens 56 Tagen dazwischen.

    Wer regelmäßig Plasma spendet, kommt rechnerisch auf mehrere hundert Euro im Jahr. Die meisten schaffen weniger, weil eine Spende mit Voruntersuchung eine gute Stunde dauert und das Zentrum in der Nähe sein muss.

    Wann das Finanzamt mitrechnet

    Steuerlich zählt die Entschädigung zu den sonstigen Einkünften. Liegen alle solchen Einkünfte im Jahr zusammen unter 256 Euro, bleiben sie steuerfrei. Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Wer darüber liegt, versteuert den ganzen Betrag. Fahrtkosten zum Spendezentrum darfst du dann als Werbungskosten abziehen.

    Häufige Fragen

    Wie viel Geld bekommt man für eine Plasmaspende?

    Für eine Plasmaspende zahlen die Blutspendedienste meist 20 bis 30 Euro Aufwandsentschädigung, dazu kommen bei manchen Diensten Treueboni. Die genauen Sätze nennen die Spendezentren vor Ort.

    Bekommt man beim DRK Geld für eine Blutspende?

    Beim DRK gibt es für eine Vollblutspende in der Regel kein Geld, sondern einen Imbiss. Für Plasmaspenden in seinen Spendezentren zahlt auch das DRK eine Aufwandsentschädigung. Unikliniken und private Dienste zahlen für Vollblut meist 20 bis 30 Euro.

    Wie oft darf man Plasma spenden?

    Plasma darfst du bis zu 60-mal im Jahr spenden, mit einigen Tagen Abstand. Vollblut dürfen Männer 6-mal und Frauen 4-mal in zwölf Monaten spenden.

    Muss man Geld von der Plasmaspende versteuern?

    Die Aufwandsentschädigung zählt zu den sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes. Sie bleibt steuerfrei, solange alle solchen Einkünfte im Jahr zusammen unter 256 Euro liegen. Ab dieser Grenze ist der ganze Betrag steuerpflichtig.