Aufwandsentschädigung, kein Lohn
Blut kaufen ist in Deutschland tabu. Das Transfusionsgesetz erlaubt nur eine Entschädigung für Fahrt, Zeit und Verdienstausfall. Für eine Plasmaspende heißt das meist 20 bis 30 Euro. Der größte private Anbieter, Haema, zahlt nach Presseberichten eine feste Pauschale in dieser Spanne.
| Spende | übliche Aufwandsentschädigung |
|---|---|
| Vollblut beim DRK | kein Geld |
| Vollblut an Unikliniken und privaten Diensten | 20 bis 30 € |
| Plasma | 20 bis 30 € |
| Thrombozyten | 30 bis 50 € |
Das DRK gibt für Vollblut kein Geld, sondern einen Imbiss und manchmal kleine Geschenke. Für Plasmaspenden in seinen Zentren zahlt es dagegen eine Entschädigung, dazu Boni für jede zehnte Spende. Die Sätze nennen die Zentren vor Ort, sie schwanken zwischen den Regionen.
Wie oft du spenden darfst
Plasma bildet der Körper innerhalb von ein, zwei Tagen nach. Deshalb sind bis zu 60 Plasmaspenden im Jahr erlaubt. Bei Vollblut dauert es viel länger, bis Eisen und rote Blutkörperchen wieder aufgefüllt sind: Männer dürfen 6-mal, Frauen 4-mal in zwölf Monaten spenden, mit mindestens 56 Tagen dazwischen.
Wer regelmäßig Plasma spendet, kommt rechnerisch auf mehrere hundert Euro im Jahr. Die meisten schaffen weniger, weil eine Spende mit Voruntersuchung eine gute Stunde dauert und das Zentrum in der Nähe sein muss.
Wann das Finanzamt mitrechnet
Steuerlich zählt die Entschädigung zu den sonstigen Einkünften. Liegen alle solchen Einkünfte im Jahr zusammen unter 256 Euro, bleiben sie steuerfrei. Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Wer darüber liegt, versteuert den ganzen Betrag. Fahrtkosten zum Spendezentrum darfst du dann als Werbungskosten abziehen.