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Wie viel Erwerbsminderungsrente bekomme ich?

Die zweite Reha ist vorbei, der Bericht der Klinik liegt im Briefkasten. Vollschichtig nicht mehr einsetzbar, steht da. Du bist 51. Und die Frage, die keiner in der Klinik beantwortet hat: Wovon lebst du jetzt?

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Erwerbsminderungsrente im Monat

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Juli 2026, Januar 2026, September 2026. Werte und Quellen

    Gerechnet, als hättest du weitergearbeitet

    Wer mit 50 erwerbsgemindert wird, hat zu wenig eingezahlt, um von der Rente leben zu können. Deshalb gibt es die Zurechnungszeit. Die Rentenversicherung tut so, als hättest du bis 66 Jahre und 3 Monate weitergearbeitet, und zwar mit deinem bisherigen Durchschnittsverdienst. Diese Grenze gilt für einen Rentenbeginn 2026, sie steigt jedes Jahr um einen oder zwei Monate und erreicht 2031 die 67.

    Die Punkte aus der Zurechnungszeit kommen zu deinen bisherigen Entgeltpunkten. Die Summe wird mit dem aktuellen Rentenwert von 42,52 € multipliziert. Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente gibt es die Hälfte.

    Der Abschlag, den fast alle haben

    Beginnt die Rente vor dem 65. Geburtstag, sinkt sie um 0,3 Prozent je Monat, höchstens um 10,8 Prozent. Wer vor 62 erwerbsgemindert wird, hat also immer den vollen Abschlag. Das betrifft die große Mehrheit. Der Abschlag bleibt, auch wenn die Erwerbsminderungsrente später in die Altersrente übergeht.

    Beispiel: seit dem 20. Lebensjahr immer Durchschnittsverdienst, ein Entgeltpunkt pro Jahr
    Beginn mitZurechnungszeitAbschlagvolle Rente brutto
    40 Jahre26,25 Jahre10,8 %1.754 €
    50 Jahre16,25 Jahre10,8 %1.754 €
    55 Jahre11,25 Jahre10,8 %1.754 €
    60 Jahre6,25 Jahre10,8 %1.754 €

    Was vom Brutto bleibt

    Von der Erwerbsminderungsrente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, zusammen etwa 12,4 Prozent. Steuern fallen meist nur an, wenn weitere Einkünfte dazukommen. Die Rente ist zeitlich befristet, in der Regel auf drei Jahre, und wird danach neu geprüft.

    Hinzuverdienst ist erlaubt, aber begrenzt: bei voller Erwerbsminderungsrente bis 20.764 € im Jahr, bei teilweiser mindestens bis 41.528 €. Wichtiger als das Geld ist die Arbeitszeit. Wer mehr als drei Stunden am Tag arbeitet, stellt die volle Erwerbsminderung selbst in Frage.

    Häufige Fragen

    Wie viel bekommt man bei voller Erwerbsminderungsrente?

    Die volle Erwerbsminderungsrente entspricht etwa der Altersrente, die du mit deinem bisherigen Durchschnittsverdienst bis zum Alter von 66 Jahren und 3 Monaten erreicht hättest, minus einem Abschlag von meist 10,8 Prozent. Wer bisher im Schnitt eines Durchschnittsverdieners gearbeitet hat und mit 50 erwerbsgemindert wird, kommt auf gut 1.750 Euro brutto.

    Was ist die Zurechnungszeit?

    Die Zurechnungszeit rechnet so, als hättest du nach Eintritt der Erwerbsminderung bis zu einem bestimmten Alter weitergearbeitet, bei einem Rentenbeginn 2026 bis 66 Jahre und 3 Monate. Bewertet wird sie mit dem Durchschnitt deiner bisherigen Beiträge. Bis 2031 steigt die Grenze auf 67 Jahre.

    Wie hoch ist der Abschlag bei der Erwerbsminderungsrente?

    Für jeden Monat, den die Rente vor dem 65. Geburtstag beginnt, sinkt sie um 0,3 Prozent, höchstens um 10,8 Prozent. Wer vor 62 erwerbsgemindert wird, hat also immer den vollen Abschlag. Er bleibt auch in der späteren Altersrente erhalten.

    Wann bekommt man die volle Erwerbsminderungsrente?

    Volle Erwerbsminderungsrente gibt es, wenn du aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kannst, teilweise bei drei bis unter sechs Stunden. Nötig sind fünf Jahre Versicherungszeit und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren.