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Wie viel darf ich als Rentner dazuverdienen?

Seit drei Monaten in Rente, und schon ruft der alte Chef an: Ob du nicht zwei Tage die Woche aushelfen könntest, bis die Nachfolgerin eingearbeitet ist. Früher hätte das die Rente gekürzt. Heute hängt es vor allem an der Rentenart.

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Rente neben dem Verdienst

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026. Werte und Quellen

    Altersrente: keine Grenze mehr

    Seit dem 1. Januar 2023 darfst du zu jeder Altersrente unbegrenzt dazuverdienen. Das gilt auch für die Rente mit 63 und andere vorzeitige Altersrenten. Die Rente bleibt gleich, egal wie viel du verdienst. Die Abschläge für den frühen Rentenbeginn bleiben allerdings, auch wenn du voll weiterarbeitest.

    Steuern und Beiträge fallen trotzdem an. Als Angestellter zahlst du vor der Regelaltersgrenze die üblichen Beiträge, die deine Rente später noch erhöhen. Danach bist du in der Rentenversicherung frei, kannst aber freiwillig weiter einzahlen und so die Rente steigern.

    Die Aktivrente: 2.000 Euro steuerfrei

    Seit dem 1. Januar 2026 bleibt Arbeitslohn bis 2.000 Euro im Monat steuerfrei, wenn du die Regelaltersgrenze erreicht hast. Ob du schon Rente beziehst, spielt keine Rolle. Die Steuerfreiheit gilt ab dem Monat danach und kommt zum Grundfreibetrag dazu, einen Progressionsvorbehalt gibt es nicht.

    Der Haken: Sie gilt nur für sozialversicherungspflichtige Jobs. Minijobs bis 603 Euro sind ohnehin pauschal versteuert, Selbständige und Freiberufler bleiben außen vor. Kranken- und Pflegeversicherung werden auch auf den steuerfreien Lohn fällig.

    Erwerbsminderungsrente: mit Grenze

    Wer eine Erwerbsminderungsrente bekommt, darf nur begrenzt verdienen. Bei voller Erwerbsminderung liegt die Grenze 2026 bei 20.763,75 Euro im Jahr, also etwa 1.730 Euro im Monat. Bei teilweiser Erwerbsminderung sind es mindestens 41.527,50 Euro. Beide Grenzen hängen an der Bezugsgröße und steigen jedes Jahr.

    Was du über der Grenze verdienst, teilt die Rentenversicherung durch 12 und zieht 40 Prozent davon von der Monatsrente ab. Wichtiger als das Geld ist bei der vollen Erwerbsminderungsrente aber die Zeit: Wer wieder drei Stunden täglich oder mehr arbeiten kann, gilt nicht mehr als voll erwerbsgemindert.

    Witwenrente: eigene Regeln

    Bei der Witwen- und Witwerrente wird eigenes Einkommen über einem Freibetrag zu 40 Prozent angerechnet. Seit Juli 2026 sind 1.122,53 Euro netto im Monat frei. Die Einzelheiten stehen beim Rechner zur Witwenrente.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf man als Rentner 2026 dazuverdienen?

    Zur Altersrente darfst du seit 2023 unbegrenzt dazuverdienen, auch wenn die Rente vorzeitig begonnen hat. Die Rente wird nicht gekürzt. Grenzen gibt es nur noch bei Erwerbsminderungsrenten und bei Hinterbliebenenrenten.

    Wie viel darf ein Rentner steuerfrei dazuverdienen?

    Seit 2026 bleiben mit der Aktivrente bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn im Monat steuerfrei, wenn du die Regelaltersgrenze erreicht hast und sozialversicherungspflichtig angestellt bist. Für Minijobs und Selbständige gilt das nicht. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fallen weiter an.

    Wie viel darf ich bei voller Erwerbsminderungsrente dazuverdienen?

    Bei voller Erwerbsminderungsrente liegt die Hinzuverdienstgrenze 2026 bei 20.763,75 Euro im Jahr. Was darüber liegt, wird durch 12 geteilt und zu 40 Prozent von der Rente abgezogen. Außerdem darfst du weniger als drei Stunden am Tag arbeiten.

    Wie viel darf man bei teilweiser Erwerbsminderungsrente dazuverdienen?

    Bei teilweiser Erwerbsminderungsrente liegt die Hinzuverdienstgrenze 2026 bei mindestens 41.527,50 Euro im Jahr. Wer in den letzten 15 Jahren vor der Erwerbsminderung gut verdient hat, bekommt eine höhere, persönliche Grenze.