Eiweiß nach Gewicht
Der Bedarf steigt nicht im gleichen Maß wie das Gewicht. Ein Hund mit 40 Kilo braucht nicht doppelt so viel wie einer mit 20, sondern etwa 70 Prozent mehr. Gerechnet wird deshalb mit dem Stoffwechselgewicht, dem Körpergewicht hoch 0,75.
| Gewicht | normal aktiv | ruhig |
|---|---|---|
| 5 kg | 17 g | 17 g |
| 10 kg | 28 g | 28 g |
| 20 kg | 47 g | 47 g |
| 30 kg | 63 g | 63 g |
| 40 kg | 79 g | 79 g |
Die FEDIAF, der Verband der europäischen Heimtierfutterhersteller, gibt Mindestwerte für Fertigfutter vor. Im Trockenfutter für erwachsene Hunde sollen mindestens 18 Gramm Protein je 100 Gramm Trockenmasse stecken, für ruhige Hunde 21 Gramm. Ruhige Hunde fressen weniger, deshalb muss jeder Bissen mehr Eiweiß enthalten.
Was die Zahl auf dem Futtersack bedeutet
Rohprotein auf dem Etikett bezieht sich auf das Futter, wie es im Sack liegt. Trockenfutter hat rund zehn Prozent Wasser, Nassfutter rund 80 Prozent. Ein Nassfutter mit 9 Prozent Rohprotein enthält in der Trockenmasse also etwa 45 Prozent, deutlich mehr als die meisten Trockenfutter.
Mageres Rindfleisch hat etwa 21 Prozent Eiweiß. Für einen Hund mit 20 Kilo decken rund 220 Gramm den Mindestbedarf. Beim Barfen kommen trotzdem Innereien, Knochen und Gemüse dazu, denn Fleisch allein liefert zu wenig Calcium.
Und wenn es mehr ist?
Ein gesunder Hund verträgt deutlich mehr Eiweiß als den Mindestwert. Viele Futter liegen bei 25 bis 30 Prozent. Weniger Eiweiß braucht nur ein Hund mit kranken Nieren oder kranker Leber, und das legt der Tierarzt fest.