Ein Milliliter je Kilokalorie
Tierernährer rechnen mit einer einfachen Regel: Ein Hund braucht am Tag etwa so viele Milliliter Wasser, wie er Kilokalorien verbraucht. Wer 1.000 Kilokalorien frisst, braucht rund einen Liter. Den Energiebedarf schätzt der Rechner nach den Richtwerten der europäischen Heimtierfutterindustrie FEDIAF, die auch auf der Seite zur Futtermenge stehen.
Deshalb trinkt ein kleiner Hund je Kilo mehr als ein großer. Ein Zwergpinscher mit 4 Kilo kommt auf rund 78 Milliliter je Kilo, eine Dogge mit 70 Kilo auf rund 38. Tierkliniken nennen als groben Bereich 40 bis 60 Milliliter je Kilo.
| Gewicht | Wasser gesamt | Napf bei Trockenfutter | Napf bei Nassfutter | zu viel ab |
|---|---|---|---|---|
| 5 kg | 370 ml | 360 ml | 60 ml | 0,5 l |
| 10 kg | 620 ml | 600 ml | 100 ml | 1,0 l |
| 20 kg | 1.040 ml | 1.010 ml | 170 ml | 2,0 l |
| 30 kg | 1.410 ml | 1.370 ml | 230 ml | 3,0 l |
| 40 kg | 1.750 ml | 1.700 ml | 280 ml | 4,0 l |
Was das Futter mitbringt
Trockenfutter besteht nur zu etwa 10 Prozent aus Wasser. Nassfutter aus der Dose bringt 78 Prozent mit. Ein Hund, der nur Nassfutter frisst, deckt so drei Viertel seines Bedarfs schon beim Fressen. Wundere dich also nicht, wenn er den Napf kaum anrührt.
An heißen Tagen, nach langen Spaziergängen und beim Toben steigt der Bedarf deutlich. Hecheln kostet Wasser. Nimm im Sommer eine Flasche und einen Faltnapf mit.
Wann du zum Tierarzt gehst
Trinkt dein Hund über Tage mehr als 100 Milliliter je Kilo, sprechen Tierärzte von krankhaft vermehrtem Trinken. Dahinter stecken oft Nieren, Diabetes oder eine Gebärmutterentzündung bei unkastrierten Hündinnen. Miss vorher einen Tag lang: morgens abgemessen einfüllen, abends den Rest abziehen.