Katzen trinken von Natur aus wenig
Die Hauskatze stammt von der Falbkatze ab, einem Wüstentier. Das Wasser holt sie sich aus der Beute, eine Maus besteht zu gut zwei Dritteln aus Wasser. Den Napf braucht sie dafür kaum. Deshalb entscheidet das Futter, wie viel eine Katze trinken muss.
Der Rechner schätzt zuerst den Energiebedarf nach den Richtwerten der FEDIAF und setzt dann einen Milliliter Wasser je Kilokalorie an. Davon zieht er ab, was im Futter steckt: rund 10 Prozent bei Trockenfutter, rund 78 Prozent bei Nassfutter.
| Gewicht | Wasser gesamt | Napf, Trockenfutter | Napf, halb und halb | Napf, Nassfutter |
|---|---|---|---|---|
| 3 kg | 155 ml | 155 ml | 95 ml | 35 ml |
| 4 kg | 190 ml | 185 ml | 115 ml | 40 ml |
| 5 kg | 220 ml | 215 ml | 130 ml | 50 ml |
| 6 kg | 250 ml | 245 ml | 150 ml | 55 ml |
Zu wenig oder zu viel?
Eine Katze mit Trockenfutter, die kaum trinkt, bekommt auf Dauer zu wenig Wasser. Harnsteine und Blasenentzündungen sind bei ihr häufiger. Stell mehrere Schalen auf, weg vom Futter und vom Klo, und misch Nassfutter unter.
Das andere Warnzeichen ist plötzlicher Durst. Trinkt deine Katze mehr als 100 Milliliter je Kilo, bei vier Kilo also mehr als 400 Milliliter, und ist das Katzenklo auffällig nass, lass beim Tierarzt Blut und Urin untersuchen. Bei älteren Katzen sind Nieren und Schilddrüse die häufigsten Gründe.