Futter und Streu jeden Monat
Eine kastrierte Wohnungskatze mit 4 Kilo braucht rund 190 Kilokalorien am Tag, das sind knapp 190 Gramm Nassfutter. Bei 6 Euro je Kilo kostet das etwa 35 Euro im Monat. Trockenfutter ist auf dieselbe Energie gerechnet deutlich billiger, weil du kein Wasser mitkaufst. Katzen trinken aber wenig, und Nassfutter bringt die Flüssigkeit gleich mit.
Die Göttinger Heimtierstudie 2025 nennt aus einer Umfrage rund 33 Euro im Monat für Katzenfutter und 59 Euro für alles zusammen. Die Autorin hält Umfragewerte eher für zu hoch. Streu kommt dazu, je nach Sorte und Zahl der Klos.
Was der Tierarzt verlangt
Tierärzte rechnen nach der Gebührenordnung für Tierärzte ab, kurz GOT. Eine allgemeine Untersuchung mit Beratung steht dort für Hund und Katze mit 23,62 Euro, eine Injektion wie die Impfung mit 11,50 Euro. Das ist der einfache Satz. Die Praxis darf bis zum Dreifachen gehen, üblich ist das Zwei- bis Dreifache, dazu kommen 19 Prozent Umsatzsteuer und der Impfstoff.
Nachts, am Wochenende und an Feiertagen gilt im Notdienst mindestens der doppelte Satz, plus 50 Euro Notdienstgebühr. Eine Operation mit Klinikaufenthalt kostet schnell mehrere tausend Euro. Gute OP-Versicherungen für Katzen gibt es laut Stiftung Warentest schon für etwas mehr als 100 Euro im Jahr, für ältere Katzen wird es teurer.
Tierheim oder Züchter
Eine Katze aus dem Tierheim kostet eine Schutzgebühr, 2026 zum Beispiel 150 Euro in Erkrath und 175 Euro in Heilbronn. Dafür ist sie untersucht, geimpft, gechippt und meist schon kastriert. Eine Rassekatze mit Stammbaum kostet beim Züchter ein Vielfaches. Und die Tierarztposten zahlst du dann selbst.
| Einmalig | Tierheim | Züchter oder privat |
|---|---|---|
| Schutzgebühr oder Kaufpreis | meist 150 bis 200 € | oft ein Vielfaches |
| Kastration | meist erledigt | Katze rund 248 €, Kater rund 186 € |
| Chip und Registrierung | erledigt | rund 37 € plus Chip |
| Grundimpfung | erledigt | zwei Termine, je rund 84 € plus Impfstoff |
Freigänger kosten anders
Freigänger brauchen meist eine Impfung mehr, etwa gegen Tollwut, und öfter Mittel gegen Würmer, Flöhe und Zecken. Viele Gemeinden schreiben außerdem vor, dass sie kastriert, gechippt und registriert sind: Nach Zählung des Deutschen Tierschutzbunds gilt eine Katzenschutzverordnung schon in mehr als 2.000 Städten und Gemeinden, in Schleswig-Holstein seit Juli 2026 landesweit.
Wohnungskatzen sparen diese Posten, brauchen dafür Kratzbaum, Beschäftigung und oft ein Netz am Balkon. Kastriert fressen beide weniger, als die Packung angibt.