Von 10 auf 15 Prozent
Jahrzehntelang galt: Der Ranzen darf höchstens ein Zehntel des Körpergewichts wiegen. Belegt war das nie. Die Kid-Check-Studie der Universität des Saarlandes zeigte, dass fitte Kinder auch ein Fünftel ohne Überlastung tragen, schwächere aber schon bei 12 Prozent Zeichen von Überlastung zeigen. Es kommt also mehr auf das Kind an als auf eine feste Zahl.
Die Aktion Gesunder Rücken nennt für ergonomische Ranzen 15 Prozent als Obergrenze. Der Rechner nimmt diese Zahl, zeigt aber auch die strengere Grenze für schwächere Kinder.
| Körpergewicht | alte 10-%-Regel | 12 % | 15 %, Empfehlung AGR |
|---|---|---|---|
| 20 kg | 2 kg | 2,4 kg | 3 kg |
| 24 kg | 2,4 kg | 2,9 kg | 3,6 kg |
| 28 kg | 2,8 kg | 3,4 kg | 4,2 kg |
| 32 kg | 3,2 kg | 3,8 kg | 4,8 kg |
| 36 kg | 3,6 kg | 4,3 kg | 5,4 kg |
| 40 kg | 4 kg | 4,8 kg | 6 kg |
| 45 kg | 4,5 kg | 5,4 kg | 6,8 kg |
Das Leergewicht zählt mit
Ein leerer Grundschulranzen sollte nicht mehr als 1,3 Kilogramm wiegen. Dazu kommen Mäppchen, Hefte, Bücher, Trinkflasche und Brotdose. Die Flasche allein wiegt gefüllt oft ein halbes Kilo. Bei einem Erstklässler mit 22 Kilogramm bleibt da wenig Luft.
Wichtiger als ein paar Hundert Gramm ist, wie der Ranzen sitzt: breite Gurte, eng am Rücken, die Oberkante auf Schulterhöhe. Ein Ranzen, der am Po baumelt, belastet mehr als ein schwererer, der richtig eingestellt ist.