Die Hitze bestimmt den Durst
Die Bayerische Gartenakademie nennt, wie viel Wasser ein Rasen je Quadratmeter verdunstet: bei 20 bis 25 Grad zwei bis drei Liter am Tag, bei 30 bis 35 Grad vier bis sieben. Tomaten verbrauchen in der Hauptwachstumszeit mehr als Rasen. Die Welternährungsorganisation FAO setzt dafür einen Faktor von 1,15 an, für junge Pflanzen 0,6.
Der Rechner multipliziert beides mit dem Platz, den eine Pflanze einnimmt. Eine ausgewachsene Tomate mit einem halben Quadratmeter braucht bei 28 Grad so rund 2 Liter am Tag. Das ist eine Näherung. Im Kübel an der heißen Südwand kann es mehr sein, im Beet mit gemulchtem Boden weniger.
| Tageshöchsttemperatur | junge Pflanze | ausgewachsen | ausgewachsen, Woche |
|---|---|---|---|
| 15 bis 20 °C | 0,4 l | 0,9 l | 6 l |
| 20 bis 25 °C | 0,8 l | 1,4 l | 10,1 l |
| 25 bis 30 °C | 1,1 l | 2 l | 14,1 l |
| 30 bis 35 °C | 1,7 l | 3,2 l | 22,1 l |
| 35 bis 40 °C | 2,4 l | 4,6 l | 32,2 l |
Im Kübel: genug Erde, gleichmäßig feucht
Viel Erde puffert Wasser. Die Gartenakademie empfiehlt für Stabtomaten 35 bis 40 Liter Substrat, in kleineren Töpfen musst du an heißen Tagen morgens und abends gießen. Torffreie Erde hält weniger Wasser, dort gießt du öfter und in kleineren Mengen.
Tomaten mögen es gleichmäßig. Trocknet die Erde aus und bekommt dann einen Schwall Wasser, platzen die Früchte. Ein Untersetzer mit stehendem Wasser ist trotzdem keine Lösung, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen.