Wie der Rechner schätzt
Eine Pflanze verdunstet über ihre Blätter, und die Blattmasse wächst mit der Krone. Der Rechner nimmt deshalb die Fläche unter der Krone und multipliziert sie mit der Verdunstung, die die Bayerische Gartenakademie je Tageshöchsttemperatur für einen Rasen nennt. Dazu kommt ein Faktor je Pflanze aus den Tabellen der Welternährungsorganisation FAO.
Oliven und Zitrusbäume sind sparsam, ihr Faktor liegt bei 0,7 und 0,65. Apfel, Kirsche und Birne liegen bei 0,95, Beerensträucher über 1. Die FAO-Werte gelten für Plantagen, im Kübel ist das eine Näherung: Ein dunkler Topf in praller Sonne heizt sich auf, und aus der Erde verdunstet zusätzlich Wasser.
| Pflanze | Faktor | 60 cm Krone, 28 °C | 1 m Krone, 28 °C | 1 m Krone, 32 °C |
|---|---|---|---|---|
| Olivenbaum | 0,7 | 0,7 l | 1,9 l | 3 l |
| Zitronen- oder Orangenbaum | 0,65 | 0,6 l | 1,8 l | 2,8 l |
| Apfel, Kirsche oder Birne im Kübel | 0,95 | 0,9 l | 2,6 l | 4,1 l |
| Beerenstrauch, z. B. Heidelbeere | 1,05 | 1 l | 2,9 l | 4,5 l |
Selten und durchdringend gießen
Die Gartenakademie rät bei Obst im Kübel zu ein- bis zweimal pro Woche, dann aber durchdringend, bis unten Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Ein großer Kübel hält mehr Wasser und verzeiht eher einen vergessenen Tag. Leere den Untersetzer nach einer halben Stunde, denn stehendes Wasser lässt die Wurzeln faulen.
Im Winterquartier sinkt der Bedarf stark. Kontrolliere ein- bis zweimal pro Woche mit dem Finger, ob die Erde trocken ist. In kühlen Räumen um fünf Grad reicht es oft, alle zwei bis drei Wochen zu gießen.