Rechne mit Stickstoff, nicht mit der Packung
Pflanzen wachsen vor allem mit Stickstoff. Wie viel Dünger du streust, hängt also davon ab, wie viel Stickstoff im Sack steckt und wie viel dein Beet braucht. Hornmehl hat knapp 13 Prozent, Ammonsulfatsalpeter 26. Von Letzterem reicht die Hälfte. Die erste Zahl der Angabe auf dem Sack, etwa 12-8-16, ist der Stickstoffgehalt in Prozent.
Die Bayerische Gartenakademie teilt Gemüse in drei Gruppen. Schwachzehrer wie Salat, Radieschen, Erbsen und Bohnen bekommen bis 50 Gramm Horndünger je Quadratmeter, Mittelzehrer wie Möhren, Spinat und Gurken bis 100, Starkzehrer wie Tomaten und Kohl bis 150 Gramm. Der Rechner hat das in Gramm Stickstoff umgerechnet.
| Kultur | Stickstoff | Hornmehl | Ammonsulfatsalpeter | Hornoska |
|---|---|---|---|---|
| Schwachzehrer: Salat, Radieschen, Erbsen, Bohnen | 6,5 g | 50 g | 25 g | 81 g |
| Mittelzehrer: Möhren, Spinat, Gurken | 13 g | 100 g | 50 g | 163 g |
| Starkzehrer: Tomaten, Kohl, Brokkoli | 19,5 g | 150 g | 75 g | 244 g |
| Rasen, zwei Gaben im Jahr | 9,8 g | 75 g | 38 g | 122 g |
Humus liefert schon einen Teil
Ein Gartenboden mit viel Humus setzt selbst Stickstoff frei. Nach der Gartenakademie sind es bei 1,5 Prozent Humus rund 4 Gramm je Quadratmeter im Jahr, bei 3 Prozent über 11 Gramm. Ein über Jahre mit Kompost versorgtes Beet braucht deshalb deutlich weniger als die Höchstmengen. Wer es genau wissen will, lässt eine Bodenprobe untersuchen.
Verteil die Menge auf zwei Gaben, eine zur Pflanzung und eine im Frühsommer. Hornmehl wirkt nach etwa sechs Wochen, grobe Hornspäne erst nach Monaten, mineralischer Dünger sofort.