Was das Standesamt verlangt
Eine bundesweite Gebühr für die Trauung gibt es nicht. Jedes Bundesland hat eine eigene Gebührenordnung, und die Städte setzen für Samstage und besondere Trauorte eigene Beträge fest. In Münster und Braunschweig kostet die Anmeldung zur Ehe gut 70 Euro, Samstage und besondere Trauorte kosten extra. Münster rät, mit Urkunden insgesamt mit mindestens 150 Euro zu rechnen.
| Posten | Münster | Braunschweig |
|---|---|---|
| Anmeldung | 72 € | 75 € |
| mit ausländischem Recht | auf Anfrage | bis 175 € |
| Trauung samstags | + 153 € | + 130 € |
| besonderer Trauort | Mühlenhof + 99 € | bis + 470 € |
| erste Eheurkunde | 15 € | 20 € |
| jede weitere | 9 € | 10 € |
In Braunschweig kostet ein Trautermin 55 €, wenn ihr dort nicht wohnt und die Ehe in einem anderen Standesamt angemeldet habt. München nennt für die Eheschließung insgesamt etwa 300 Euro, je nach Wünschen.
Unterlagen und was sie kosten
Zur Anmeldung braucht ihr Ausweis oder Pass und einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister, den das Standesamt eures Geburtsorts ausstellt. Wart ihr schon verheiratet, kommt die frühere Eheurkunde mit Scheidungsvermerk dazu. Viele Standesämter holen die Daten inzwischen elektronisch ab, fragt vorher nach.
Mit einem ausländischen Partner wird es aufwendiger. Das Standesamt prüft das Recht des Heimatlandes, meist gegen eine höhere Gebühr. Stellt das Heimatland kein Ehefähigkeitszeugnis aus, muss das Oberlandesgericht davon befreien, das kostet 15 € bis 305 € und dauert oft Wochen.
Trauung außerhalb des Standesamts
Schloss, Museum, Stadion: Viele Städte bieten Trauorte außerhalb des Rathauses an. Dort kommt zur Gebühr des Standesamts oft noch die Miete für den Raum dazu, die der Betreiber verlangt. Frei wählen dürft ihr den Ort nicht, er muss von der Stadt als Trauort gewidmet sein.