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Wie viel kostet der Jagdschein?

Vier Uhr morgens, Raureif auf der Wiese, und du sitzt zum ersten Mal mit auf dem Hochsitz. Der Jäger aus dem Nachbarort flüstert, dass er seinen Schein vor dreißig Jahren gemacht hat. Heute wäre er teurer.

Ausbildung
meist 2.500 bis 5.000 €, oft mit Unterkunft
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meist 1.000 bis 2.000 €
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mit Jagdabgabe
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Erste Waffe und Waffenschrank
Begehungsschein für ein Revier

Kosten bis zum Jagdschein

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Der Kurs ist der große Brocken

    Die Jägerprüfung heißt nicht umsonst das grüne Abitur. Sie hat einen schriftlichen Teil, eine Schießprüfung und eine mündlich-praktische Prüfung, über Wildbiologie, Waffenrecht, Jagdrecht, Hundewesen und Naturschutz. Ohne Kurs besteht sie kaum jemand, und der Kurs macht den größten Teil der Kosten aus.

    Private Jagdschulen bieten Kompaktkurse über zwei bis drei Wochen an, oft mit Unterkunft und Verpflegung. Die Kreisjägerschaften und Hegeringe unterrichten abends und am Wochenende über ein halbes Jahr, das kostet meist die Hälfte. Munition und Schießstand sind nicht immer im Kurspreis enthalten, frag vorher nach.

    Prüfung und Schein

    Die Prüfungsgebühr legt jedes Land fest, sie liegt meist zwischen 150 und 375 Euro. Mit dem Zeugnis beantragst du bei der Unteren Jagdbehörde deines Kreises den Jagdschein, als Jahresjagdschein oder für drei Jahre. Dafür brauchst du den Nachweis einer Jagdhaftpflicht, und die Behörde prüft deine Zuverlässigkeit.

    Zur Gebühr für den Schein kommt in vielen Ländern eine Jagdabgabe, die in Wildforschung und Hege fließt. Zusammen sind das für drei Jahre meist 80 bis 200 Euro.

    Waffe und Revier

    Mit dem Jagdschein darfst du Langwaffen kaufen und brauchst dafür keine gesonderte Erlaubnis vorab, du trägst sie danach in die Waffenbesitzkarte ein. Ein Waffenschrank der Klasse 0 nach DIN EN 1143-1 ist Pflicht. Eine gebrauchte Büchse mit Zielfernrohr kostet ab etwa 1.500 Euro, neu schnell das Doppelte.

    Und jagen darfst du nur, wo du eine Erlaubnis hast. Wer kein eigenes Revier pachtet, braucht einen Begehungsschein vom Pächter. Der kostet je nach Revier und Wildart einige hundert bis weit über tausend Euro im Jahr, manchmal zahlst du auch mit Arbeit im Revier.

    Häufige Fragen

    Was kostet ein Jagdschein insgesamt?

    Bis zum ersten Jagdschein kommen mit Kurs, Prüfung, Schießstand, Büchern, Schein und Haftpflicht meist 2.470 bis 4.470 Euro zusammen. Wer gleich eine Waffe und einen Waffenschrank kauft, legt noch einmal rund 3.000 Euro drauf.

    Ist ein Jagdschein bei der Kreisjägerschaft günstiger?

    Ja, Kurse bei Kreisjägerschaften und Hegeringen kosten oft nur halb so viel wie Kompaktkurse an privaten Jagdschulen. Dafür dauern sie meist ein halbes Jahr mit Abendunterricht und Terminen am Wochenende, statt zwei bis drei Wochen am Stück.

    Was kostet der Jagdschein im Jahr?

    Nach der Prüfung zahlst du den Jagdschein, meist für drei Jahre mit Jagdabgabe, und die Jagdhaftpflicht jedes Jahr. Ohne eigenes Revier sind das rund 170 Euro im Jahr, mit Begehungsschein deutlich mehr.

    Wie lange ist die Jägerprüfung gültig?

    Die bestandene Jägerprüfung gilt ein Leben lang und in allen Bundesländern. Befristet ist nur der Jagdschein selbst, den du bei der Unteren Jagdbehörde für ein bis drei Jahre löst und dann verlängerst.