Der Kurs ist der große Brocken
Die Jägerprüfung heißt nicht umsonst das grüne Abitur. Sie hat einen schriftlichen Teil, eine Schießprüfung und eine mündlich-praktische Prüfung, über Wildbiologie, Waffenrecht, Jagdrecht, Hundewesen und Naturschutz. Ohne Kurs besteht sie kaum jemand, und der Kurs macht den größten Teil der Kosten aus.
Private Jagdschulen bieten Kompaktkurse über zwei bis drei Wochen an, oft mit Unterkunft und Verpflegung. Die Kreisjägerschaften und Hegeringe unterrichten abends und am Wochenende über ein halbes Jahr, das kostet meist die Hälfte. Munition und Schießstand sind nicht immer im Kurspreis enthalten, frag vorher nach.
Prüfung und Schein
Die Prüfungsgebühr legt jedes Land fest, sie liegt meist zwischen 150 und 375 Euro. Mit dem Zeugnis beantragst du bei der Unteren Jagdbehörde deines Kreises den Jagdschein, als Jahresjagdschein oder für drei Jahre. Dafür brauchst du den Nachweis einer Jagdhaftpflicht, und die Behörde prüft deine Zuverlässigkeit.
Zur Gebühr für den Schein kommt in vielen Ländern eine Jagdabgabe, die in Wildforschung und Hege fließt. Zusammen sind das für drei Jahre meist 80 bis 200 Euro.
Waffe und Revier
Mit dem Jagdschein darfst du Langwaffen kaufen und brauchst dafür keine gesonderte Erlaubnis vorab, du trägst sie danach in die Waffenbesitzkarte ein. Ein Waffenschrank der Klasse 0 nach DIN EN 1143-1 ist Pflicht. Eine gebrauchte Büchse mit Zielfernrohr kostet ab etwa 1.500 Euro, neu schnell das Doppelte.
Und jagen darfst du nur, wo du eine Erlaubnis hast. Wer kein eigenes Revier pachtet, braucht einen Begehungsschein vom Pächter. Der kostet je nach Revier und Wildart einige hundert bis weit über tausend Euro im Jahr, manchmal zahlst du auch mit Arbeit im Revier.