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Wie viel darf man verdienen, um Prozesskostenhilfe zu bekommen?

Der Anwalt hat dir die Chancen erklärt: gut. Dann hat er die Kosten genannt, und dir ist schlecht geworden. Wer wenig verdient, muss deshalb nicht auf sein Recht verzichten. Dafür gibt es Prozesskostenhilfe.

auch Kindergeld, das du nicht fürs Kind brauchst, und Sozialleistungen
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Arbeitest du?
Verheiratet oder verpartnert?
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Gericht und eigener Anwalt
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Monatsrate

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026, September 2026. Werte und Quellen

    Vom Netto bleibt, was du einsetzen musst

    Das Gericht rechnet so: Vom Nettoeinkommen zieht es Freibeträge für dich und deine Familie ab, dazu Miete und Heizung sowie besondere Belastungen wie Versicherungen, Fahrtkosten zur Arbeit oder Unterhalt. Was übrig bleibt, heißt einzusetzendes Einkommen. Liegt es unter 20 Euro, zahlt der Staat Gericht und Anwalt ganz.

    Sonst gibt es Raten. Das Gericht setzt als Monatsrate die Hälfte des einzusetzenden Einkommens fest, auf volle Euro abgerundet. Über 600 Euro wird es steiler. Dann zahlst du 300 Euro plus den vollen Betrag darüber, und zwar so lange, bis die Kosten beglichen sind, aber nie mehr als 48 Raten.

    Freibeträge nach § 115 ZPO, Bund
    Freibetragim Monat 2026
    für dich619 €
    zusätzlich, wenn du arbeitest282 €
    Ehe- oder Lebenspartner619 €
    unterhaltsberechtigte Erwachsene496 €
    Kinder von 14 bis 17518 €
    Kinder von 6 bis 13429 €
    Kinder bis 5393 €

    Vermögen und Erfolgsaussicht

    Ersparnisse musst du einsetzen, bis auf ein Schonvermögen wie bei der Sozialhilfe. Eine angemessene selbst genutzte Wohnung und das Auto für den Weg zur Arbeit bleiben meist außen vor. Wie viel geschützt ist, zeigt die Seite zum Schonvermögen.

    Geld allein reicht nicht. Die Klage oder Verteidigung muss Aussicht auf Erfolg haben und darf nicht mutwillig sein. Verlierst du, zahlt die Prozesskostenhilfe den Anwalt der Gegenseite nicht. In Familiensachen heißt sie Verfahrenskostenhilfe, für die Beratung vor einem Prozess gibt es die Beratungshilfe beim Amtsgericht.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf ich verdienen, um Prozesskostenhilfe ohne Raten zu bekommen?

    Vom Nettoeinkommen werden 2026 ein Freibetrag von 619 Euro, bei Erwerbstätigkeit weitere 282 Euro, Miete mit Heizung und Freibeträge für Partner und Kinder abgezogen. Bleiben weniger als 20 Euro übrig, gibt es Prozesskostenhilfe ohne Raten.

    Wie hoch ist die Rate bei Prozesskostenhilfe?

    Die Monatsrate beträgt die Hälfte des Einkommens, das nach allen Abzügen übrig bleibt. Liegt dieser Rest über 600 Euro, zahlst du 300 Euro plus alles darüber. Du zahlst höchstens 48 Monatsraten.

    Wie hoch sind die Freibeträge für Kinder bei der Prozesskostenhilfe?

    Für 2026 gelten 393 Euro für Kinder bis fünf Jahre, 429 Euro von sechs bis 13 und 518 Euro von 14 bis 17 Jahren. Eigenes Einkommen des Kindes, etwa Unterhalt, wird abgezogen.