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Wie viel verdient ein Schöffe?

Du sitzt neben der Richterin, ohne Robe, und blickst in einen vollen Saal. Deine Stimme zählt beim Urteil genauso viel wie ihre. Ein Gehalt gibt es dafür nicht, aber eine Entschädigung, die im Gesetz steht.

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ab 21 Tagen im selben Verfahren steigt der Höchstsatz

Entschädigung

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    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Sieben Euro plus Ausfall

    Schöffen sind ehrenamtliche Richter. Sie bekommen kein Gehalt, sondern eine Entschädigung nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz. Jede Stunde bringt 7 Euro für die Zeitversäumnis, dazu den Verdienstausfall bis 29 Euro oder 17 Euro für die Haushaltsführung. Gezählt wird die Zeit mit An- und Abreise, höchstens 10 Stunden am Tag.

    Für die Fahrt mit dem eigenen Auto gibt es 0,42 Euro je Kilometer, mehr als Zeugen bekommen. Dauert ein Verfahren sehr lange, steigt der Höchstsatz für den Verdienstausfall.

    Entschädigung für Schöffen
    PostenBetragGrundlage
    Zeitversäumnis, immer7 € je Stunde§ 16 JVEG
    Haushaltsführung, zusätzlich17 € je Stunde§ 17 JVEG
    Verdienstausfall, zusätzlichbis 29 € je Stunde§ 18 JVEG
    ab 21 Tagen im selben Verfahrenbis 55 € je Stunde§ 18 JVEG
    ab 51 Tagen im selben Verfahrenbis 73 € je Stunde§ 18 JVEG
    Auto0,42 € je Kilometer§ 5 JVEG

    Wie oft du ran musst

    Das Gericht plant jeden Schöffen für höchstens 12 ordentliche Sitzungstage im Jahr ein. Die Amtszeit dauert 5 Jahre. Die Kommunen schlagen die Kandidaten vor, ein Ausschuss am Amtsgericht wählt aus. Wer gewählt ist, kann das Amt nur aus wenigen Gründen ablehnen, etwa mit über 65 Jahren oder wegen besonderer Härte.

    Die Entschädigung beantragst du nach jeder Sitzung bei der Geschäftsstelle. Der Verdienstausfall wird nach deinem Bruttolohn samt Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung berechnet, ein Nachweis vom Arbeitgeber hilft.

    Häufige Fragen

    Wie viel bekommt ein Schöffe pro Sitzungstag?

    Ein Schöffe bekommt 7 Euro je Stunde für die Zeitversäumnis, egal ob er arbeitet oder nicht. Wer arbeitet, bekommt den Verdienstausfall bis 29 Euro je Stunde dazu. Ein Sitzungstag mit sieben Stunden bringt so bis zu 252 Euro, plus Fahrtkosten.

    Wie viele Sitzungstage hat ein Schöffe im Jahr?

    Das Gerichtsverfassungsgesetz sieht höchstens 12 ordentliche Sitzungstage im Jahr vor. Zieht sich ein Verfahren hin, können es mehr werden. Die Amtszeit dauert 5 Jahre.

    Muss der Arbeitgeber einen Schöffen freistellen?

    Ja, der Arbeitgeber muss dich für die Sitzungen freistellen und darf dich wegen des Amts nicht benachteiligen. Den Lohn muss er nicht weiterzahlen, dafür gibt es die Entschädigung für den Verdienstausfall vom Gericht.