25 bis 30 Stunden je Punkt
ECTS steht für European Credit Transfer System. Ein Punkt misst nicht, wie schwer ein Fach ist, sondern wie viel Zeit es kostet. Nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz entspricht ein Leistungspunkt 25 bis höchstens 30 Zeitstunden. Welcher Wert gilt, steht in der Prüfungsordnung deiner Hochschule.
Gezählt wird alles. Die Zeit im Hörsaal ist oft der kleinere Teil. Ein Modul mit fünf Punkten hat vielleicht vier Semesterwochenstunden, das sind rund 45 Stunden Präsenz. Die übrigen 80 bis 105 Stunden sind Lesen, Übungsblätter, Hausarbeit und Lernen für die Klausur.
| ECTS | Beispiel | Arbeitsstunden |
|---|---|---|
| 1 | ein Punkt | 25 bis 30 h |
| 5 | typisches Modul | 125 bis 150 h |
| 6 | typisches Modul | 150 bis 180 h |
| 12 | Bachelorarbeit, oft | 300 bis 360 h |
| 30 | ein Semester | 750 bis 900 h |
| 60 | ein Studienjahr | 1.500 bis 1.800 h |
| 180 | Bachelor mit sechs Semestern | 4.500 bis 5.400 h |
| 120 | Master mit vier Semestern | 3.000 bis 3.600 h |
Ein Vollzeitstudium ist ein Vollzeitjob
Für ein Studienjahr sind 60 Punkte vorgesehen, also 1.500 bis 1.800 Stunden. Das entspricht etwa der Jahresarbeitszeit in einem Vollzeitjob mit Urlaub. Rechne mit 40 Stunden pro Woche, wenn du dich auf die Vorlesungszeit verlässt und in den Ferien wenig tust.
Arbeitest du nebenher 20 Stunden, wird es eng. Viele nehmen dann nur 20 bis 25 Punkte pro Semester und verlängern das Studium bewusst. Pass dabei auf das BAföG auf: Es verlangt nach dem vierten Semester einen Leistungsnachweis über die bis dahin übliche Punktzahl.