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Wie viel darf man mit einem Kleingewerbe verdienen, und wie viel Steuer fällt an?

Abends in der Werkstatt im Keller, Sägespäne auf dem Boden. Die Schneidebretter aus Nussholz verkaufen sich auf dem Kunsthandwerkermarkt besser als gedacht. Das Gewerbe ist angemeldet. Jetzt schreibt das Finanzamt.

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Material, Standgebühren, Werkzeug, Fahrten
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0, wenn du nur das Gewerbe hast
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Steuern auf den Gewinn

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Keine Verdienstgrenze, aber ein Freibetrag

    „Wie viel darf man im Kleingewerbe verdienen?“ Die ehrliche Antwort: so viel du willst. Kleingewerbe bedeutet nur, dass dein Betrieb so klein ist, dass er keine kaufmännische Buchführung braucht. Besteuert wird der Gewinn, zusammen mit deinem übrigen Einkommen. Gewinn heißt: Einnahmen minus Ausgaben.

    Hast du daneben einen Job als Angestellter, hilft der Härteausgleich. Bis 410 € Gewinn im Jahr bleiben ganz steuerfrei. Zwischen 410 € und 820 € wird nur ein Teil besteuert. Darüber zählt jeder Euro voll, mit deinem persönlichen Grenzsteuersatz.

    Ohne Job ist der Gewinn bis zum Grundfreibetrag von 12.348 € steuerfrei, danach steigt die Steuer langsam an.

    Gewerbesteuer erst ab 24.500 €

    Die Gewerbesteuer schreckt viele ab, trifft aber die wenigsten Nebengewerbe. Einzelunternehmer haben einen Freibetrag von 24.500 € Gewinn im Jahr. Darüber rechnet das Finanzamt mit 3,5 Prozent den Messbetrag aus, die Gemeinde multipliziert ihn mit ihrem Hebesatz. Das 4-Fache des Messbetrags wird dir auf die Einkommensteuer angerechnet. Bei einem Hebesatz um 400 Prozent gleicht sich das fast aus.

    Freiberufler, etwa Übersetzerinnen, Grafiker oder Dozenten, melden kein Gewerbe an und zahlen nie Gewerbesteuer. Sie teilen dem Finanzamt die Tätigkeit mit einem Fragebogen mit.

    Umsatzsteuer: Kleinunternehmer oder nicht

    Die dritte Grenze betrifft den Umsatz, nicht den Gewinn. Wer im Vorjahr höchstens 25.000 € eingenommen hat und im laufenden Jahr unter 100.000 € bleibt, kann Kleinunternehmer sein. Dann schreibst du Rechnungen ohne Umsatzsteuer und sparst dir die Voranmeldungen.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf man mit einem Kleingewerbe steuerfrei verdienen?

    Neben einem Angestelltenjob bleiben bis zu 410 € Gewinn im Jahr steuerfrei, bis 820 € wird die Steuer gemildert. Ohne anderes Einkommen ist der Gewinn bis zum Grundfreibetrag von 12.348 € steuerfrei.

    Gibt es eine Umsatzgrenze für ein Kleingewerbe?

    Nein. „Kleingewerbe“ heißt nur, dass der Betrieb nicht ins Handelsregister muss. Grenzen gibt es bei der Umsatzsteuer: Kleinunternehmer bleibt, wer im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € Umsatz hat.

    Ab wann zahlt man Gewerbesteuer?

    Einzelunternehmer zahlen Gewerbesteuer erst, wenn der Gewinn über dem Freibetrag von 24.500 € im Jahr liegt. Ein großer Teil davon wird auf die Einkommensteuer angerechnet. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer.

    Muss man für ein Kleingewerbe eine Steuererklärung machen?

    Ja. Wer ein Gewerbe anmeldet, bekommt vom Finanzamt eine Steuernummer und muss jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung mit Gewinnermittlung abgeben, auch wenn am Ende keine Steuer anfällt.