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Wie viele Tage darf man in einer kurzfristigen Beschäftigung arbeiten?

Auf dem Weihnachtsmarkt riecht es nach Glühwein und gebrannten Mandeln. Hinter dem Tresen steht eine Rentnerin, die sechs Wochen lang jeden Abend Crêpes backt. Sie verdient in dieser Zeit mehr als in einem Minijob erlaubt. Und zahlt trotzdem keine Sozialbeiträge.

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Verdienst im Saisonjob

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    Voreingestellte Werte: Stand September 2026, Januar 2026. Werte und Quellen

    Zeitgrenze statt Geldgrenze

    Der Minijob hat eine Grenze beim Geld, die kurzfristige Beschäftigung eine bei der Zeit. Sie darf im Kalenderjahr höchstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage dauern, dafür ist der Verdienst egal. Sozialbeiträge fallen weg. Das gilt für dich und für den Arbeitgeber.

    Welche Grenze zählt, hängt von der Woche ab. Wer an fünf oder mehr Tagen arbeitet, rechnet mit drei Monaten. Wer seltener arbeitet, zählt die Tage. Alle kurzfristigen Jobs im selben Jahr werden zusammengezählt, auch bei verschiedenen Arbeitgebern. Die Grenze muss von Anfang an feststehen, am besten im befristeten Vertrag.

    Kurzfristige Beschäftigung 2026
    RegelGrenzeGrundlage
    Dauer allgemein3 Monate oder 70 Arbeitstage§ 8 SGB IV
    Dauer Landwirtschaft15 Wochen oder 90 Arbeitstage§ 8 SGB IV
    Verdienstkeine Grenze, über 603 € im Monat nicht berufsmäßig§ 8 SGB IV
    Pauschalsteuer25 % bei höchstens 18 Tagen am Stück§ 40a EStG
    Lohn für die Pauschalehöchstens 150 € am Tag, 19 € pro Stunde§ 40a EStG

    Wer nicht kurzfristig arbeiten kann

    Die Befreiung soll Gelegenheitsjobs erleichtern, nicht den Lebensunterhalt ersetzen. Verdient jemand mehr als 603 € im Monat, prüft die Minijob-Zentrale, ob der Job berufsmäßig ist. Wer arbeitslos gemeldet ist, in Elternzeit steckt oder zwischen Schule und Ausbildung jobbt, fällt meist heraus. Dann gelten die normalen Beiträge.

    Auch wer beim selben Arbeitgeber jedes Jahr wiederkommt, bleibt kurzfristig beschäftigt, solange es jeweils ein neuer, befristeter Einsatz ist. Ein Rahmenvertrag über mehrere Jahre dagegen spricht für regelmäßige Arbeit.

    Steuer: pauschal oder nach Steuerklasse

    Sozialbeiträge fallen weg, Lohnsteuer nicht. Der Arbeitgeber rechnet sie entweder über deine Steuerklasse ab oder pauschal mit 25 Prozent plus Soli und Kirchensteuer. Die Pauschale zahlt meist er, er darf sie aber im Vertrag auf dich abwälzen. Rechnet er nach Steuerklasse I ab, fällt bei kurzen Einsätzen oft gar keine Lohnsteuer an, oder du bekommst sie mit der Steuererklärung zurück.

    Häufige Fragen

    Wie viel darf man in einer kurzfristigen Beschäftigung verdienen?

    Eine Verdienstgrenze gibt es nicht. Die kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei, solange sie im Kalenderjahr höchstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage dauert und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Über der Minijob-Grenze wird die Berufsmäßigkeit geprüft.

    Was heißt berufsmäßig bei einer kurzfristigen Beschäftigung?

    Berufsmäßig ist ein Job, von dem jemand lebt oder der für ihn eine wichtige Einnahmequelle ist, etwa bei Arbeitslosen, Menschen in Elternzeit oder zwischen zwei Jobs. Das spielt nur eine Rolle, wenn der Verdienst über der Minijob-Grenze liegt. Schüler, Studenten und Rentner arbeiten in der Regel nicht berufsmäßig.

    Wie wird eine kurzfristige Beschäftigung versteuert?

    Entweder nach den Lohnsteuermerkmalen, also über die Steuerklasse, oder mit einer Pauschalsteuer von 25 Prozent. Die Pauschale ist nur erlaubt bei höchstens 18 Arbeitstagen am Stück und höchstens 150 € Lohn pro Arbeitstag im Schnitt.

    Gilt für Erntehelfer eine längere Frist?

    Ja. In der Landwirtschaft darf eine kurzfristige Beschäftigung nach § 8 SGB IV bis zu 15 Wochen oder 90 Arbeitstage im Kalenderjahr dauern.