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Wie viel verdient man mit Mindestlohn im Monat?

Freitagabend, die Schicht im Lager ist vorbei, der Scanner liegt wieder in der Ladestation. Auf dem Aushang im Pausenraum steht der Stundenlohn: 13,90 Euro. Was davon Ende des Monats auf dem Konto ankommt, steht da nicht.

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Monatslohn, brutto

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand Januar 2026, Oktober 2025. Werte und Quellen

    Vollzeit mit Mindestlohn

    Der Monatslohn ergibt sich aus Stundenlohn mal Wochenstunden mal 13, geteilt durch 3. Der Bruch steht für die 4,33 Wochen, die ein Monat im Schnitt hat. Bei 40 Stunden sind das 2026 genau 2.409,33 € brutto. Mit 38,5 Stunden, wie in vielen Tarifverträgen, sind es 2.319 €.

    Netto bleiben davon in Steuerklasse I rund 1.716 €. Gerechnet ist ohne Kinder und ohne Kirchensteuer, mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkassen. Mit Kindern ist der Pflegebeitrag etwas niedriger.

    Mindestlohn im Monat, netto in Steuerklasse I, kinderlos
    Wochenstundenbrutto 2026netto 2026brutto 2027
    10 h602 €581 €633 €
    15 h904 €810 €949 €
    20 h1.205 €1.017 €1.265 €
    25 h1.506 €1.215 €1.582 €
    30 h1.807 €1.379 €1.898 €
    35 h2.108 €1.541 €2.214 €
    38,5 h2.319 €1.664 €2.436 €
    40 h2.409 €1.716 €2.531 €

    Was vom Brutto abgeht

    Rund ein Fünftel des Bruttos geht an die Sozialversicherung: Rente, Arbeitslosigkeit, Kranken- und Pflegeversicherung. Lohnsteuer fällt in Steuerklasse I erst an, wenn das Jahreseinkommen nach allen Pauschalen über dem Grundfreibetrag von 12.348 Euro liegt. In Vollzeit mit Mindestlohn sind es rund 169 € Lohnsteuer im Monat.

    Bei Teilzeit sieht es anders aus. Bis 603 Euro im Monat ist die Stelle ein Minijob, darüber beginnt der Übergangsbereich. Bis 2.000 Euro zahlst du dort weniger Sozialabgaben. Mit Mindestlohn liegen alle Stellen bis etwa 33,2 Wochenstunden in diesem Bereich.

    Für Steuerklasse III, Kirchensteuer oder einen anderen Zusatzbeitrag rechnet der Brutto-Netto-Rechner genauer.

    2027: 14,60 Euro pro Stunde

    Zum 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 Euro. Beschlossen hat das die Bundesregierung per Verordnung, nach dem Vorschlag der Mindestlohnkommission. In Vollzeit sind das 2.531 € brutto im Monat, gut 121 Euro mehr als 2026.

    Mit dem Mindestlohn wächst auch die Minijob-Grenze, 2027 auf 633 Euro. Wer im Minijob nach Stunden bezahlt wird, sollte deshalb die Stunden prüfen. Sonst rutscht der Verdienst über die Grenze.

    Wer weniger bekommen darf

    Das Mindestlohngesetz nimmt einige Gruppen aus. Auszubildende bekommen die Mindestausbildungsvergütung, die niedriger liegt. Jugendliche unter 18 ohne abgeschlossene Ausbildung haben keinen Anspruch, Ehrenamtliche auch nicht.

    Für alle anderen gilt der Mindestlohn für jede Arbeitsstunde, auch für Überstunden. Teil deinen Monatslohn durch die tatsächlich gearbeiteten Stunden. Kommt weniger als 13,90 Euro heraus, stimmt etwas nicht.

    Häufige Fragen

    Wie viel netto hat man bei Mindestlohn in Vollzeit?

    Bei 40 Wochenstunden und 13,90 Euro Mindestlohn sind es 2026 rund 2.409 Euro brutto im Monat. In Steuerklasse I ohne Kinder und ohne Kirchensteuer bleiben davon etwa 1.716 Euro netto.

    Wie viel brutto im Jahr verdient man mit Mindestlohn?

    Mit 13,90 Euro pro Stunde und 40 Wochenstunden kommen 2026 rund 28.912 Euro brutto im Jahr zusammen. Ab 2027 sind es bei 14,60 Euro rund 30.368 Euro.

    Wie hoch ist der Mindestlohn 2027?

    Zum 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 auf 14,60 Euro brutto pro Stunde. Die Bundesregierung hat die Erhöhung auf Vorschlag der Mindestlohnkommission per Verordnung beschlossen.

    Wer hat keinen Anspruch auf den Mindestlohn?

    Keinen Mindestlohn bekommen Auszubildende, für sie gilt die Mindestausbildungsvergütung, außerdem Jugendliche unter 18 ohne Berufsabschluss und Ehrenamtliche. Ausgenommen sind auch Pflichtpraktika und freiwillige Praktika bis drei Monate sowie Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Stelle.