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Wie viel bringen vermögenswirksame Leistungen?

Auf der Gehaltsabrechnung steht eine Zeile, die du nie beachtet hast: VL Arbeitgeber, 26,59 Euro. Die Kollegin sagt, das Geld verfällt, wenn du keinen Vertrag hast. Sie hat recht.

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Anlage
Bausparen: meist unter 1 %
% p. a.
Veranlagung
steht im Steuerbescheid, für die Sparzulage
€ im Jahr

Guthaben nach sieben Jahren

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Geld vom Arbeitgeber, das oft liegen bleibt

    Vermögenswirksame Leistungen, kurz VL, sind ein Zuschuss des Arbeitgebers von meist 6,65 bis 40 Euro im Monat. Er zahlt sie aber nur, wenn du einen VL-Vertrag hast und ihm die Daten gibst. Ohne Vertrag bekommst du das Geld nicht, auch nicht als Lohn. Ob dir VL zustehen, steht im Tarif- oder Arbeitsvertrag.

    Die VL sind Teil deines Bruttos. Du zahlst darauf Steuern und Sozialabgaben, das Netto steigt also nicht. Dafür fließt der volle Betrag in deinen Vertrag.

    Welche Anlage mehr bringt

    Die gängigen Wege sind ein Fondssparplan, ein Bausparvertrag und die Tilgung eines Immobilienkredits. Der Fondssparplan bringt langfristig meist am meisten, schwankt aber. Beim Bausparen liegt der Guthabenzins oft unter 1 Prozent, dazu kommt eine Abschlussgebühr.

    Wer genug zahlt, kann beides kombinieren und doppelt Zulage bekommen. Beim Bausparen gibt es für eigene Einzahlungen außerdem die Wohnungsbauprämie.

    Arbeitnehmer-Sparzulage: die Einkommensgrenze

    Die Zulage gibt es bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 40.000 Euro, bei Ehepaaren 80.000 Euro. Das zu versteuernde Einkommen liegt weit unter dem Brutto. Ein Single mit 45.000 Euro brutto kommt nach Sozialabgaben, Pauschalen und Werbungskosten oft darunter.

    Die Zulage beantragst du mit der Anlage VL in der Steuererklärung, die Bescheinigung schickt der Anbieter. Ausgezahlt wird sie erst nach Ende der Sperrfrist, also nach sieben Jahren. Du kannst den Antrag bis vier Jahre rückwirkend stellen.

    Sechs Jahre sparen, ein Jahr warten

    Ein VL-Vertrag läuft sechs Jahre mit Einzahlungen, danach ruht er ein Jahr. Am Ende des siebten Jahres kannst du über das Geld verfügen. Kündigst du früher, fällt die Sparzulage weg. Ausnahmen gelten etwa bei Heirat, Arbeitslosigkeit oder Tod.

    Häufige Fragen

    Wie viel Geld hat man nach 7 Jahren vermögenswirksamen Leistungen?

    Mit 40 Euro im Monat zahlst du in sechs Jahren 2.880 Euro ein, danach ruht der Vertrag ein Jahr. In einem Aktienfonds mit 6 Prozent Rendite im Jahr werden daraus rund 3.660 Euro, mit Arbeitnehmer-Sparzulage mehr. Bei einem Bausparvertrag bleibt es wegen der niedrigen Zinsen fast bei der Einzahlung.

    Wer bekommt die Arbeitnehmer-Sparzulage?

    Wer ein zu versteuerndes Einkommen von höchstens 40.000 Euro hat, bei Zusammenveranlagung 80.000 Euro. Die Grenzen gelten seit 2024, vorher lagen sie deutlich niedriger.

    Wie hoch ist die Arbeitnehmer-Sparzulage?

    Für Fonds- und Aktiensparen gibt es 20 Prozent auf bis zu 400 Euro im Jahr, also bis 80 Euro. Für Bausparen und Tilgung sind es 9 Prozent auf bis zu 470 Euro.

    Bekommt jeder vermögenswirksame Leistungen?

    Nein. Einen Anspruch auf Zahlung durch den Arbeitgeber gibt es nur, wenn Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag das vorsehen. Den Vertrag abschließen und einen Teil des eigenen Lohns anlegen lassen kann aber jeder Arbeitnehmer.