Was der Zinseszins aus kleinen Raten macht
In den ersten Jahren passiert wenig. Das Depot wächst fast nur durch deine Einzahlungen. Nach 20 bis 30 Jahren bringen die Erträge mehr als die Raten selbst. Deshalb zählt beim Sparplan vor allem eins: früh anfangen und durchhalten.
Voreingestellt sind 6 Prozent im Jahr. Das liegt bewusst unter dem, was der MSCI World in der Vergangenheit gebracht hat: Ein Sparplan über die 20 Jahre bis Ende 2022 kam laut Deutschem Aktieninstitut auf 9,4 Prozent im Jahr. Aber einzelne Jahre enden mit Minus, 2008 lag der Index fast 40 Prozent im Keller.
| Laufzeit | eingezahlt bei 50 € | 50 € im Monat | 100 € im Monat | 200 € im Monat |
|---|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 6.000 € | 8.079 € | 16.157 € | 32.314 € |
| 20 Jahre | 12.000 € | 22.275 € | 44.551 € | 89.102 € |
| 30 Jahre | 18.000 € | 47.224 € | 94.449 € | 188.897 € |
| 40 Jahre | 24.000 € | 91.068 € | 182.136 € | 364.272 € |
Kosten fressen mehr, als du denkst
Ein breiter Welt-ETF kostet 0,1 bis 0,3 Prozent im Jahr. Aktiv gemanagte Fonds nehmen oft 1,5 Prozent und mehr, dazu kommt manchmal ein Ausgabeaufschlag. Ein Prozentpunkt Unterschied klingt harmlos. Über 30 Jahre kostet er bei 100 Euro im Monat einen fünfstelligen Betrag. Stell im Rechner einmal 1,5 Prozent Kosten ein und vergleich.
Steuern auf ETF-Gewinne
Gewinne kosten 25 Prozent Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent, mit Kirchensteuer etwas mehr. Bei Aktien-ETFs mit mindestens 51 Prozent Aktien bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das ist die Teilfreistellung.
Ausschüttende ETFs zahlen jedes Jahr Dividenden aus, die sofort versteuert werden, soweit der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro aufgebraucht ist. Bei thesaurierenden ETFs zieht die Bank jedes Jahr die Vorabpauschale ein, einen kleinen Vorschuss auf die Steuer. Der Rechner zieht die Steuer vereinfacht am Ende auf einen Schlag ab.
Wann ein Sparplan nicht passt
Geld, das du in den nächsten fünf Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien. Fällt der Markt kurz vor dem Hauskauf um 30 Prozent, fehlt es. Für kurze Ziele ist Tagesgeld besser. Für den Notgroschen sowieso.