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Wie viel wird aus meinem ETF-Sparplan?

Die App der Direktbank blinkt: Sparplan ab 1 Euro, kostenlos. Du tippst 100 Euro ein, dann zögerst du. Was ist das in 25 Jahren eigentlich wert, und was nimmt sich das Finanzamt?

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Gesamtkostenquote (TER) laut Factsheet
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Art des Fonds

Endwert nach Steuer

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026, Januar 2026. Werte und Quellen

    Was der Zinseszins aus kleinen Raten macht

    In den ersten Jahren passiert wenig. Das Depot wächst fast nur durch deine Einzahlungen. Nach 20 bis 30 Jahren bringen die Erträge mehr als die Raten selbst. Deshalb zählt beim Sparplan vor allem eins: früh anfangen und durchhalten.

    Voreingestellt sind 6 Prozent im Jahr. Das liegt bewusst unter dem, was der MSCI World in der Vergangenheit gebracht hat: Ein Sparplan über die 20 Jahre bis Ende 2022 kam laut Deutschem Aktieninstitut auf 9,4 Prozent im Jahr. Aber einzelne Jahre enden mit Minus, 2008 lag der Index fast 40 Prozent im Keller.

    Endwert vor Steuer bei 6 % Rendite und 0,2 % Kosten
    Laufzeiteingezahlt bei 50 €50 € im Monat100 € im Monat200 € im Monat
    10 Jahre6.000 €8.079 €16.157 €32.314 €
    20 Jahre12.000 €22.275 €44.551 €89.102 €
    30 Jahre18.000 €47.224 €94.449 €188.897 €
    40 Jahre24.000 €91.068 €182.136 €364.272 €

    Kosten fressen mehr, als du denkst

    Ein breiter Welt-ETF kostet 0,1 bis 0,3 Prozent im Jahr. Aktiv gemanagte Fonds nehmen oft 1,5 Prozent und mehr, dazu kommt manchmal ein Ausgabeaufschlag. Ein Prozentpunkt Unterschied klingt harmlos. Über 30 Jahre kostet er bei 100 Euro im Monat einen fünfstelligen Betrag. Stell im Rechner einmal 1,5 Prozent Kosten ein und vergleich.

    Steuern auf ETF-Gewinne

    Gewinne kosten 25 Prozent Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent, mit Kirchensteuer etwas mehr. Bei Aktien-ETFs mit mindestens 51 Prozent Aktien bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das ist die Teilfreistellung.

    Ausschüttende ETFs zahlen jedes Jahr Dividenden aus, die sofort versteuert werden, soweit der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro aufgebraucht ist. Bei thesaurierenden ETFs zieht die Bank jedes Jahr die Vorabpauschale ein, einen kleinen Vorschuss auf die Steuer. Der Rechner zieht die Steuer vereinfacht am Ende auf einen Schlag ab.

    Wann ein Sparplan nicht passt

    Geld, das du in den nächsten fünf Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien. Fällt der Markt kurz vor dem Hauskauf um 30 Prozent, fehlt es. Für kurze Ziele ist Tagesgeld besser. Für den Notgroschen sowieso.

    Häufige Fragen

    Wie viel wird aus 100 Euro im Monat in 30 Jahren?

    Bei 6 Prozent Rendite und 0,2 Prozent Kosten im Jahr werden aus 36.000 Euro Einzahlungen rund 94.449 Euro vor Steuer. Garantiert ist das nicht, Aktienkurse schwanken.

    Wie viel Steuern zahlt man auf ETF-Gewinne?

    Auf Gewinne fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an. Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung), und der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr bleibt ebenfalls frei.

    Welche Rendite hatte der MSCI World?

    Ein monatlicher Sparplan auf den MSCI World brachte laut Deutschem Aktieninstitut über die 20 Jahre bis Ende 2022 rund 9,4 Prozent im Jahr, vor Kosten und Steuern. Über kürzere Zeiträume gab es auch Verluste.

    Was ist die Vorabpauschale?

    Die Vorabpauschale ist eine jährliche Mindestbesteuerung thesaurierender Fonds. Die Bank zieht sie im Januar ein, soweit der Sparer-Pauschbetrag aufgebraucht ist, und rechnet sie beim Verkauf wieder an.