Was Städte fürs Abschleppen verlangen
Einheitliche Preise gibt es nicht. Jede Stadt legt fest, was sie für das Abschleppen oder Umsetzen berechnet, und oft kommt ein Aufschlag für Nacht, Wochenende oder Feiertag dazu. In Berlin kommen mit Abschleppen und dem Bußgeld für den Gehweg schon 326 € zusammen, noch ohne Verwahrung.
| Stadt | Abschleppen |
|---|---|
| Berlin | bis 271 € |
| Hamburg | etwa 260 € |
| München | etwa 190 € |
| Köln | etwa 160 € |
Die Werte für Hamburg, München und Köln sind Durchschnitte je Vorgang aus einer Auswertung von MeinAuto.de vom Januar 2024. Berlin nennt für Autos bis 3,5 Tonnen bis zu 271 € und für die Leerfahrt bis zu 188 €. Holst du das Auto nicht gleich ab, zählt der Verwahrplatz jeden Tag extra.
Privatparkplatz: Supermarkt und Hinterhof
Auch Grundstücksbesitzer dürfen fremde Autos abschleppen lassen, das hat der Bundesgerichtshof bestätigt (V ZR 144/08). Den Standort des Autos müssen sie dir erst nennen, wenn du bezahlt hast (V ZR 30/11). Überzogen dürfen die Kosten aber nicht sein. Das Amtsgericht München hielt einen Grundbetrag von 230 Euro netto plus Zuschläge für angemessen und kürzte in einem anderen Fall eine Rechnung von 635 auf 344,75 Euro.
Zahl im Zweifel unter Vorbehalt, damit du dein Auto zurückbekommst, und lass die Rechnung danach prüfen.
Nach einer Panne: mit oder ohne Club
Ohne Mitgliedschaft kostet das Abschleppen zur nächsten Werkstatt über 10 Kilometer im Schnitt etwa 160 €, jeder weitere Kilometer rund 3 €. Nachts und am Wochenende wird es teurer. Der ADAC übernimmt bei Mitgliedern das Abschleppen bis zu 300 € je Fall. Die Basis-Mitgliedschaft kostet 54 € im Jahr, ab 2027 64 €.
Wegen Falschparkens zahlt kein Club. Das Risiko trägst du selbst.