Was ein Stellplatz in Großstädten kostet
Kleinanzeigen hat im Juni 2024 rund 1.300 Inserate für Stellplätze in sieben Großstädten ausgewertet. Am teuersten waren Tiefgaragenplätze in Hamburg und Berlin, am günstigsten in Köln und, überraschend, in München. In München gab es aber auch die meisten Angebote.
| Stadt | Tiefgarage | außen |
|---|---|---|
| Hamburg | 117,27 € | 59,83 € |
| Berlin | 113,21 € | 69,30 € |
| Frankfurt am Main | 106,66 € | 62,60 € |
| Stuttgart | 101,73 € | 57,07 € |
| Düsseldorf | 97,73 € | 57,22 € |
| München | 92,12 € | 60,46 € |
| Köln | 87,43 € | 61,37 € |
Das sind Angebotsmieten, keine Bestandsmieten. In der Innenstadt und in Neubauten liegen die Preise oft deutlich darüber, am Stadtrand darunter. Ein Duplexplatz, bei dem ein Auto über dem anderen parkt, ist oft günstiger als ein ebenerdiger Platz.
Umsatzsteuer: Es kommt auf den Vermieter an
Die Vermietung von Wohnungen ist umsatzsteuerfrei, die von Stellplätzen grundsätzlich nicht. Mietest du den Stellplatz vom selben Vermieter wie deine Wohnung, gehört er als Nebenleistung dazu und bleibt steuerfrei. Vermietet ein Unternehmen den Platz getrennt, etwa eine Wohnungsgesellschaft an Fremde oder ein Parkhausbetreiber, kommen 19 Prozent Umsatzsteuer dazu.
Private Vermieter mit einem oder zwei Stellplätzen sind meist Kleinunternehmer und weisen keine Umsatzsteuer aus. Steht im Angebot „zzgl. MwSt.“, rechne sie auf die Miete und die Nebenkosten drauf.
Vertrag und Kündigung
Für einen eigenen Stellplatzvertrag gelten nicht die Schutzregeln für Wohnungen. Bei monatlicher Miete können beide Seiten bis zum dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Mieterhöhungen sind nicht an den Mietspiegel gebunden. Steht der Stellplatz dagegen im Mietvertrag der Wohnung, lässt er sich meist nicht getrennt kündigen, weder von dir noch vom Vermieter.