Schrottwert und Recycling heben sich fast auf
Ein Mittelklasseauto wiegt um 1,3 Tonnen. Bei einem Schrottpreis von rund 100 € je Tonne sind das 130 €. Davon gehen die Kosten für Trockenlegung, Demontage und Entsorgung ab. Der ADAC nennt etwa 100 €. Für ein durchschnittliches Altauto bleibt beim Verwerter also kaum etwas übrig, mit Abholung wird es schnell ein Minus.
Mehr bringt, was sich noch verkaufen lässt. Katalysatoren enthalten Edelmetalle, Alufelgen und funktionierende Motoren finden Käufer. Ein Auto, das noch fährt, verkaufst du oft besser an einen Händler, der exportiert, als an den Schrottplatz. Hol dir mehrere Angebote von zertifizierten Betrieben.
Kostenlos beim Hersteller
Nach der Altfahrzeug-Verordnung muss der Hersteller Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t kostenlos zurücknehmen, egal wie alt sie sind. Die Rücknahmestelle darf höchstens 50 km von deinem Wohnort entfernt sein. Bedingung: Das Auto ist im Wesentlichen vollständig, Motor, Getriebe, Karosserie und Katalysator sind noch drin. Oldtimer und Wohnwagen sind ausgenommen. Die nächste Stelle findest du über die Gemeinsame Stelle Altfahrzeuge.
Hinbringen musst du das Auto selbst. Fährt es nicht mehr, kostet die Abholung durch einen Abschleppdienst oder Verwerter extra, grob um 100 €. Viele Betriebe holen im Umkreis aber kostenlos ab.
Abmelden mit Verwertungsnachweis
Der Betrieb gibt dir einen Verwertungsnachweis. Mit ihm meldest du das Auto ab, online über i-Kfz für 2,10 € oder bei der Zulassungsstelle für 15,90 €. Die Kfz-Steuer endet mit der Abmeldung, die Versicherung informiert die Zulassungsstelle. Übrig gebliebene Beiträge zahlt die Versicherung zurück.