Warum alte Autos so viel Steuer kosten
Für Autos mit Erstzulassung vor Juli 2009 rechnet das Finanzamt nach Hubraum und Schadstoffklasse. Je 100 cm³ werden zwischen 6,75 € und 37,58 € fällig. Ein Auto ohne Katalysator landet in der teuersten Stufe: 25,36 € je 100 cm³ beim Benziner, 37,58 € beim Diesel. Der W123 mit 2.400 cm³ kostet so 901,92 € im Jahr.
Mit H-Kennzeichen gilt stattdessen eine Pauschale: 191,73 € für Autos und alle anderen Fahrzeuge, 46,02 € für Motorräder. Dieselbe Pauschale zahlst du für das rote 07-Kennzeichen, mit dem Sammler mehrere Oldtimer abwechselnd fahren.
| Einstufung | Benziner | Diesel |
|---|---|---|
| Euro 3 oder besser | 6,75 € | 15,44 € |
| Euro 1 oder 2 (schadstoffarm nach 94/12/EG) | 7,36 € | 16,05 € |
| schadstoffarm oder bedingt schadstoffarm Stufe C | 15,13 € | 27,35 € |
| nicht schadstoffarm, ohne Fahrverbot bei Ozon | 21,07 € | 33,29 € |
| alle übrigen, etwa ohne Katalysator | 25,36 € | 37,58 € |
Voraussetzungen für das H
Das Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein. Ein Prüfer von TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS erstellt ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO und macht dabei die Hauptuntersuchung mit. Er schaut auf den Erhaltungszustand und darauf, ob Umbauten zeitgenössisch sind. Ein verbastelter Youngtimer mit moderner Anlage fällt durch.
Das Gutachten kostet grob 150 €, dazu kommen die Gebühren der Zulassungsstelle. Das holt ein großer Motor im ersten Jahr wieder herein. Bei kleinen Benzinern mit Euro-Einstufung zahlst du mit H dagegen mehr Steuer als vorher.