In der Stadt fällt es am meisten auf
Der Kompressor der Klimaanlage hängt am Motor. Er braucht Leistung, egal ob du 30 oder 130 fährst. Im Stadtverkehr ist der Grundverbrauch klein, also wiegt der Kompressor schwer. Im ADAC-Test waren es in der Stadt rund 1 Liter mehr auf 100 Kilometer, ein Aufschlag von etwa 20 Prozent.
Außerorts um 100 km/h sank der Mehrverbrauch auf etwa 0,3 Liter, rund sechs Prozent. Viel ist das nicht. Wer dagegen im Stand mit laufender Klimaanlage wartet, verbrennt etwa 0,4 Liter pro Stunde zusätzlich. Das Warten selbst mit laufendem Motor ist übrigens verboten, mehr dazu beim Verbrauch im Leerlauf.
Fenster auf oder Klima an?
Offene Fenster kosten auch Sprit, weil der Luftwiderstand steigt. Bei 80 bis 100 km/h maß der ADAC etwa 0,2 Liter auf 100 Kilometer. Das ist etwas weniger als die Klimaanlage, aber kaum. Auf der Autobahn wird der Abstand noch kleiner, denn der Luftwiderstand wächst mit dem Tempo.
Am meisten schluckt die Anlage in den ersten Minuten nach dem Parken in der Sonne. Dann kann der Mehrverbrauch kurz auf mehrere Liter pro 100 Kilometer steigen. Lass deshalb erst die Türen kurz offen und die heiße Luft raus, dann schalt die Klimaanlage ein.
Was der Rechner annimmt
Die Werte stammen aus einem einzigen ADAC-Test mit einem Kompaktwagen, der ohne Klimaanlage etwa fünf Liter auf 100 Kilometer brauchte. Große SUVs liegen darüber. Eine Klimaautomatik im Auto-Modus kommt mit deutlich weniger aus, und beim E-Auto kostet die Klimaanlage Strom aus dem Akku, also Reichweite statt Sprit.