Die eine Sekunde macht den Unterschied
Die Polizei misst, wie lange die Ampel rot war, als du die Haltelinie überfahren hast. Unter einer Sekunde gilt der Verstoß als einfach. Darüber ist er qualifiziert. Mit dem Auto wird aus 90 € und einem Punkt dann 200 €, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Ampelblitzer arbeiten mit Kontaktschleifen in der Fahrbahn und messen die Zeit genau. Bei einer Polizeistreife ohne Messgerät reicht oft die Schätzung der Beamten, die ein Gericht aber genauer prüft.
| Verstoß | Auto | Fahrrad |
|---|---|---|
| Rot unter 1 Sekunde | 90 € | 60 € |
| mit Gefährdung | 200 € | 100 € |
| mit Sachbeschädigung | 240 € | 120 € |
| Rot über 1 Sekunde | 200 € | 100 € |
| mit Gefährdung | 320 € | 160 € |
| mit Sachbeschädigung | 360 € | 180 € |
Gebühr und Zustellung kommen obendrauf
Ab 60 Euro gibt es einen Bußgeldbescheid statt einer Verwarnung. Die Behörde verlangt dafür eine Gebühr von 5 Prozent des Bußgelds, mindestens 28,50 €, und 3,50 € für die Zustellung. Aus 90 € werden so 122,00 €.
Mit dem Fahrrad: Punkt ja, Fahrverbot nein
Radfahrer zahlen weniger, bekommen aber in jedem Fall einen Punkt in Flensburg. Der zählt auf demselben Konto wie die Punkte vom Auto. Ein Fahrverbot gibt es für das Rad nicht.
Hast du einen Führerschein auf Probe, wird es ernst. Ein Rotlichtverstoß gilt dort als schwerer Verstoß. Die Folgen sind ein Aufbauseminar, das mehrere hundert Euro kostet, und zwei Jahre mehr Probezeit.