Zum Inhalt
wieviel.net

Wie viel Zuladung hat mein Wohnmobil oder Wohnwagen?

Die Räder hängen hinten am Träger, das Vorzelt liegt unter dem Bett, der Frischwassertank ist voll. Beim Losfahren federt das Heck tief ein. Und irgendwo im Kopf meldet sich die Zahl aus dem Kaufvertrag: 3,5 Tonnen.

Was lädst du?
Feld F.2
kg
Feld G
kg
grob 30 bis 50 kg je Person
kg
1 Liter = 1 kg
kg
volle 11-kg-Stahlflasche wiegt etwa 25 kg
kg
kg
Feld O.1
kg

Du kannst noch zuladen

Rechenweg mit deinen Zahlen

    Voreingestellte Werte: Stand September 2026. Werte und Quellen

    Was in der Leermasse steckt und was nicht

    Im Fahrzeugschein stehen zwei Zahlen, auf die es ankommt. F.2 ist die zulässige Gesamtmasse, G die Masse im fahrbereiten Zustand. Die Differenz ist deine Zuladung. Beim Wohnmobil ist der Fahrer mit 75 kg in der Leermasse schon eingerechnet, jeder Mitfahrer geht von der Zuladung ab. Auch der zu 90 Prozent volle Tank ist drin, Frischwasser, Gasflaschen und Sonderausstattung meist nur zum Teil oder gar nicht.

    Und dann kommt die Toleranz. Nach EU-Recht darf das echte Fahrzeug bis zu 5 Prozent schwerer sein als im Schein. Bei einem 3-Tonnen-Mobil sind das 150 kg. Bei vielen Mobilen auf 3,5 t bleibt so wenig echte Zuladung, dass schon zwei Personen mit Gepäck an die Grenze kommen.

    Beim Wohnwagen zählt auch das Zugauto

    Im Wohnwagen fährt niemand mit, da gibt es keine Personen abzuziehen. Dafür gibt es zwei Grenzen: die zulässige Gesamtmasse des Wohnwagens und die Anhängelast deines Autos. Die kleinere zählt. Und ob du das Gespann mit Klasse B fahren darfst, entscheiden die zulässigen Gesamtmassen beider Fahrzeuge zusammen.

    Pack Schweres über die Achse und nicht ins Heck. Das hält die Stützlast stabil und den Wohnwagen ruhig.

    Was Überladen kostet

    Bei Wohnmobilen und Autos bis 7,5 t sieht der Bußgeldkatalog diese Sätze vor:

    Kraftfahrzeuge bis 7,5 t, BKatV Tabelle 3b
    ÜberladungBußgeldPunkte
    mehr als 5 % bis 10 %10 €
    mehr als 10 % bis 15 %30 €
    mehr als 15 % bis 20 %35 €
    mehr als 20 % bis 25 %95 €1 Punkt
    mehr als 25 % bis 30 %140 €1 Punkt
    mehr als 30 %235 €1 Punkt

    Teurer als das Bußgeld ist oft der Rest. Die Polizei lässt dich erst weiterfahren, wenn das Gewicht stimmt, notfalls lässt du Gepäck am Parkplatz. Im Ausland wird es oft teurer. Nach einem Unfall kann die Versicherung dich bei deutlicher Überladung in Regress nehmen.

    Mehr als 3,5 Tonnen

    Manche Mobile lassen sich auflasten, etwa auf 3,65 oder 3,85 t. Das bringt Zuladung, aber auch Pflichten: Über 3,5 t brauchst du die Klasse C1, sofern du keinen alten Führerschein der Klasse 3 hast. Es gelten niedrigere Tempolimits, und im Ausland fallen oft Lkw-Maut und Fahrverbote an. Prüf das vor dem Kauf, nicht an der Grenze.

    Häufige Fragen

    Wie berechnet man die Zuladung eines Wohnmobils?

    Die Zuladung ist die zulässige Gesamtmasse aus Feld F.2 minus die Masse im fahrbereiten Zustand aus Feld G. In der Leermasse stecken schon der Fahrer mit 75 kg und der fast volle Tank. Von der Zuladung gehen Mitfahrer, Gepäck, Wasser, Gas und Zubehör ab.

    Wie viel darf man ein Wohnmobil überladen?

    Gar nicht, die zulässige Gesamtmasse ist eine feste Grenze. Ein Bußgeld gibt es bei Fahrzeugen bis 7,5 t ab mehr als 5 Prozent Überladung, ab mehr als 20 Prozent kommt ein Punkt in Flensburg dazu. Die Polizei kann die Weiterfahrt verbieten, bis abgeladen ist.

    Darf das Wohnmobil schwerer sein als im Fahrzeugschein?

    Ja, die tatsächliche Leermasse darf nach EU-Recht bis zu 5 Prozent vom Wert im Fahrzeugschein abweichen. Bei 3.000 kg sind das 150 kg weniger Zuladung, wenn das Fahrzeug am oberen Rand liegt. Sicher ist nur das Wiegen.

    Welchen Führerschein braucht man für ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen?

    Für Wohnmobile über 3,5 t zulässige Gesamtmasse brauchst du die Klasse C1, außer du hast einen alten Führerschein der Klasse 3 von vor 1999. Er erlaubt Fahrzeuge bis 7,5 t.